Dringender Handlungsbedarf bei Personal in der Pflege
Die Ortsgruppe der ÖGB-Pensionisten Gmunden hat in einer Stellungnahme auf die nach wie vor unbefriedigende Personalsituation in der stationären Alten- und Pflegebetreuung hingewiesen. Nach Angaben der Organisation bleiben im Bezirk trotz bestehender Nachfrage dutzende Pflegebetten unbesetzt, weil geeignete Fachkräfte fehlen. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf Betroffene, Angehörige und das verbleibende Personal.
Als Folge der Unterbesetzung steigt der Druck auf die vorhandenen Beschäftigten; zugleich verlängern sich Wartezeiten für pflegebedürftige Personen. Die ÖGB-Pensionisten fordern deshalb von der Politik konkrete Maßnahmen, um die Personallücke nicht länger zu verwalten, sondern dauerhaft zu schließen.
Geforderte Maßnahmen und Begründung
- Bessere Arbeitsbedingungen in Alten- und Pflegeheimen, um die Belastung des Personals zu reduzieren.
- Faire Entlohnung, damit der Beruf attraktiver für Neueinsteiger und Verbleibende wird.
- Mehr Ausbildungsplätze und finanzielle Absicherung während der Ausbildung, um langfristig Fachkräfte zu gewinnen.
„Der notwendige Personalbedarf in den Alten- und Pflegeheimen wird seit Jahren nicht gedeckt. Gleichzeitig sind die Aufgaben der Beschäftigten vielfältig, körperlich anstrengend und psychisch fordernd. Gute Pflege setzt deshalb ausreichend Personal, gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung voraus“,
so Max Heißl, Vorsitzender der ÖGB-Pensionisten Gmunden.
Konkrete Folgen vor Ort
Für die Menschen im Bezirk heißt das: Wer eine Pflegestation benötigt, kann derzeit mit Verzögerungen rechnen. Unbesetzte Betten bedeuten nicht nur organisatorischen Mehraufwand für Einrichtungen, sondern auch zusätzliche Belastungen für Angehörige, die häufig länger häusliche Pflege organisieren müssen. Für das verbleibende Personal erhöht sich zudem das Risiko von Überlastung und längerfristigen Ausfällen.
| Problem | Auswirkung |
|---|---|
| Dutzende unbesetzte Pflegebetten | Längere Wartezeiten, Versorgungslücken |
| Unterbesetztes Personal | Stärkerer Arbeitsdruck, höhere Belastung |
| Zu wenige Ausbildungsplätze/kein Ausgleich | Schwieriger Nachwuchsgewinn, geringer Verbleib |
Die Forderungen der ÖGB-Pensionisten adressieren damit nicht nur ein abstraktes Personalproblem, sondern konkrete Versorgungslücken in Gmunden. Erforderlich seien demnach Maßnahmen, die sowohl kurzfristig Entlastung bringen als auch langfristig die Attraktivität des Pflegeberufs erhöhen.
Für Bewohnerinnen und Bewohner sowie ihre Angehörigen bleibt die Lage ein Indikator dafür, dass bei der regionalen Versorgungsplanung nachgesteuert werden muss: Zusätzliche Ausbildungsangebote, bessere Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz und eine verlässliche Finanzierung gelten als zentrale Hebel, um die Versorgungssicherheit im Bezirk zu verbessern.
Ob und in welchem Umfang die politischen Verantwortlichen auf die Forderungen reagieren, stand zum Zeitpunkt der Meldung nicht fest.