Am Standort des AUVA-Unfallkrankenhauses in Kalwang gibt es einen Führungswechsel in einer zentralen medizinischen Einheit: Privat-Dozent Marcel Rigaud hat mit Juli die Leitung der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin übernommen. Für Patientinnen und Patienten sowie das Team vor Ort bedeutet der Personalwechsel Kontinuität in der Versorgung und eine Leitung mit ausgewiesener Fachkompetenz.
Ausbildung und beruflicher Werdegang
Rigaud, Jahrgang 1978 (als aktuell 48‑jähriger im Artikel angegeben), absolvierte sein Medizinstudium an der Medizinischen Universität Graz und promovierte dort im November 2004. Seine Facharztausbildung in Anästhesie und Intensivmedizin erfolgte zwischen 2005 und 2013 an der Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin in Graz. Bereits während dieser Zeit war er international tätig und forschte zwei Jahre am Medical College of Wisconsin in Milwaukee. Seine Habilitation im Fach Anästhesiologie und Intensivmedizin wurde im November 2010 abgeschlossen.
- Medizinische Ausbildung: MedUni Graz, Promotion November 2004
- Facharzt-Ausbildung: Universitätsklinik Graz, 2005–2013
- Forschungserfahrung: Medical College of Wisconsin, Milwaukee (zwei Jahre)
Stationen in Österreich und internationale Praxis
Seine berufliche Laufbahn in Österreich führte Rigaud 2017 zur AUVA, zunächst als Facharzt am Unfallkrankenhaus Graz. Dort übernahm er 2019 die Funktion des Oberarztes und wurde im Februar 2024 stellvertretender Abteilungsvorstand. Den nun vollzogenen Schritt nach Kalwang begleitet eine Kombination aus klinischer Routine, organisatorischer Erfahrung und wissenschaftlicher Qualifikation.
| Jahr / Zeitraum | Station / Ereignis |
|---|---|
| November 2004 | Promotion an der Medizinischen Universität Graz |
| 2005–2013 | Facharztausbildung Anästhesie & Intensivmedizin, Universitätsklinik Graz |
| November 2010 | Habilitation im Fach Anästhesiologie und Intensivmedizin |
| 2017 | Beginn bei der AUVA als Facharzt (Unfallkrankenhaus Graz) |
| 2019 | Aufstieg zum Oberarzt |
| Februar 2024 | Stellvertretender Abteilungsvorstand |
| Juli | Übernahme der Abteilungsleitung in Kalwang |
Prähospitale Kompetenz: Luftrettung
Neben klinischer und wissenschaftlicher Tätigkeit ist Rigaud stark in der prähospitalen Notfallmedizin engagiert. Er war als Flugrettungsarzt tätig bei London’s Air Ambulance und der East Anglian Air Ambulance in Großbritannien. In Österreich setzt er diese Tätigkeit fort und fliegt Einsätze für die Hubschrauber Christophorus 12 in Graz und Christophorus 17 in St. Michael. Diese Erfahrung ist für ein Unfallkrankenhaus mit akutmedizinischem Schwerpunkt unmittelbar relevant, da sie die Schnittstelle zwischen Rettungsdienst, Luftrettung und stationärer Versorgung stärkt.
Was das für Kalwang und Patientinnen bedeutet
Die Leitung einer Abteilung prägt Behandlungsstandards, Fortbildungsakzente und die Zusammenarbeit mit nachgelagerten Diensten. Mit Rigaud steht nun eine Person an der Spitze, die klinische Praxis, Forschung und prähospitale Notfallmedizin verbindet. Für das Team in Kalwang kann dies neue Impulse in der Organisation von Schichtdiensten, Intensivmedizin und der Zusammenarbeit mit der regionalen Luftrettung bringen. Für die Bevölkerung bedeutet es eine Leitung mit ausgewiesener Qualifikation, die helfen kann, die Versorgungsqualität in Notfallsituationen zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Die Bekanntgabe der Personalie folgt internen Regularien und ist Teil einer laufenden Personalentwicklung innerhalb der AUVA-Struktur in der Steiermark. Konkrete Änderungen in Abläufen oder Angebote werden voraussichtlich in den kommenden Monaten in den Abteilungsankündigungen des Krankenhauses ersichtlich werden.