NEOS thematisieren Sommerbetreuung in Horn
Vertreterinnen und Vertreter der Partei NEOS haben bei einem Stopp ihrer Sommertour in Horn auf bestehende Lücken bei der Ferienbetreuung hingewiesen und konkrete Forderungen für Eltern und Gemeinden gestellt. Anwesend waren unter anderem die Landesparteivorsitzende Indra Collini, die Nationalratsabgeordnete Gertraud Auinger-Oberzaucher sowie Gemeinderat Stephan Schneider und weitere lokale Funktionär:innen.
Nach Darstellung der NEOS ist die Situation für viele Familien während der Sommerferien angespannt: Bei neun Wochen Ferien und durchschnittlich fünf Wochen Urlaub der Eltern bleibt oftmals nur die Unterstützung durch Verwandte oder private Betreuung. Laut den NEOS verfügt weiterhin jede vierte Gemeinde über kein entsprechendes Betreuungsangebot.
Forderungen und vorgeschlagene Maßnahmen
Die NEOS sprechen sich für mehrere Maßnahmen aus, die kurzfristig Erleichterung bringen und langfristig ein verlässliches Betreuungssystem schaffen sollen:
- Aufbau eines flächendeckenden Netzes von ganztägigen, leistbaren Ferienprogrammen und Feriencamps
- Einrichtung einer zentralen Plattform zur erleichterten Suche nach Betreuungsangeboten
- Diskussion über eine mögliche Verkürzung und Vorverlegung der Sommerferien in den Juni gemeinsam mit Familien
Für Eltern in Horn hat das konkrete Auswirkungen: Ohne auskömmliche kommunale Angebote steigt der Druck auf familiäre Netzwerke, und Berufstätigkeit während der Ferien wird für viele schwer planbar.
„Die Sommerferien sollten eigentlich für alle Zeit der Erholung sein und nicht zur Belastungsprobe werden. Eltern müssen sich darauf verlassen, dass sie auch in den Ferien ein leistbares Betreuungsangebot mit attraktiven Öffnungszeiten in der Nähe haben“,
betonte Indra Collini beim Tourstopp in Horn.
„Familien brauchen gerade in den Sommermonaten Planungssicherheit und ein Angebot, auf das sie sich verlassen können“,ergänzte Stephan Schneider.
Die NEOS nennen organisatorische Lösungen wie digitale Vermittlungsangebote, verweisen aber auch auf die Notwendigkeit, das Angebot vor Ort auszubauen. Für Gemeinden im Bezirk Horn bedeutet das potenziell zusätzlichen Planungs- und Finanzierungsaufwand; für Eltern bedeutet es Hoffnung auf bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, falls die vorgeschlagenen Schritte umgesetzt werden.
Konkrete Zusagen seitens der Gemeinden oder des Landes zu Finanzierungsmodellen, Zeitplänen oder Pilotprojekten sind im bereitgestellten Bericht nicht genannt. Die Debatte um Ferienzeiten und Betreuung bleibt somit offen und verlangt von lokalen Entscheidern und Familienvertretungen eine konstruktive weitere Auseinandersetzung.
| Fakt | Angabe (Quelle NEOS) |
|---|---|
| Anteil Gemeinden ohne Ferienbetreuung | 1/4 |
| Hauptforderungen | ganztägige, leistbare Programme; zentrale Plattform; Ausbau von Feriencamps |