In St. Marein-Feistritz kam es in der Nacht auf Sonntag zu einem schweren Brand in einem Wirtschaftsgebäude. Mehrere Feuerwehren des Bereichsfeuerwehrverbands Knittelfeld rückten aus und konnten ein Übergreifen der Flammen auf das unmittelbar angrenzende Wohnhaus verhindern. Personen und Tiere blieben unverletzt.
Einsatzverlauf und Maßnahmen
Einsatzleiter Hauptbrandinspektor Peter Hartensteiner schilderte, dass bereits bei der Anfahrt die Einsatzkräfte von meterhohen Flammen und dichter Rauchentwicklung empfangen wurden. Eine der vordringlichsten Aufgaben war der Schutz des angrenzenden Wohnhauses; durch koordiniertes Vorgehen gelang es, dieses zu sichern, während das Wirtschaftsgebäude vollständig ausbrannte.
- Rund 130 Einsatzkräfte waren vor Ort.
- Etwa 10 Feuerwehren aus dem Bereich rückten aus.
- Insgesamt wurden 80.000 Liter Löschwasser zur Brandstelle gebracht.
Da am Einsatzort nur begrenzte Löschwasserreserven vorhanden waren, wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Zusätzlich legten die Kräfte eine Zubringleitung, um die Wasserversorgung dauerhaft sicherzustellen. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden.
„Schon während der Anfahrt schlugen uns meterhohe Flammen und dichte Rauchschwaden entgegen“,
so Hartensteiner in seinem Bericht.
Auswirkungen für Anrainer und Lehren für die Region
Für die unmittelbaren Bewohner brachte der rasche und koordinierte Einsatz Sicherheit: Das Wohnhaus blieb unbeschädigt und alle Anwesenden blieben unverletzt. Solche Einsätze weisen jedoch auf strukturelle Herausforderungen in ländlichen Gebieten hin, etwa auf die Verfügbarkeit von Löschwasser vor Ort und die Abhängigkeit von Zubringleitungen und Tankfahrzeugen. Für Hausbesitzer und Landwirte im Bezirk bedeutet das:
- Prüfung und Sicherung von Löschwasserstellen (Teiche, Hydranten).
- Regelmäßige Wartung elektrischer Anlagen und Heizanlagen in Wirtschaftsgebäuden, um Brandrisiken zu minimieren.
- Absprachen mit der örtlichen Feuerwehr über Zufahrten und Gefahrenstellen auf dem eigenen Grundstück.
Die genaue Schadenshöhe am Wirtschaftsgebäude sowie die Brandursache sind Gegenstand weiterer Ermittlungen. Bei Abschluss der Arbeiten an der Einsatzstelle übernahmen Polizei und Rotes Kreuz Aufgaben zur weiteren Absicherung.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Einsatzkräfte | ~130 |
| Feuerwehren | 10 |
| eingesetztes Löschwasser | 80.000 Liter |
Für die Bevölkerung im Bezirk Murtal bleibt festzuhalten: Die Freiwilligen Feuerwehren leisten bei Großschadenslagen unverzichtbare Arbeit. Vorsorgemaßnahmen, wie das Freihalten von Zufahrten und das Sichern von Löschwasserquellen, können im Ernstfall entscheidend sein.