Chronik Steyr Steyr

Sprengungen in Steyr-Unterhimmel ab 11. August: Zeitplan und Sicherheitsmaßnahmen

Ab 11. August werden in Steyr im Bereich Unterhimmel zwei Felsnasen durch mehrere kontrollierte Sprengungen abgetragen. Anwohnerinnen und Anwohner müssen Sicherheitszonen beachten und zeitweise ihre Häuser verlassen. Die Arbeiten erfolgen im Zuge eines Hangschutzprojekts der Wildbach- und Lawinenverbauung; der Gerichtsprozess zu den Todesfällen von 2023 wird im Herbst fortgesetzt.

Sprengungen in Steyr-Unterhimmel ab 11. August: Zeitplan und Sicherheitsmaßnahmen
©Illustration KI Lena Mayer / steirerblatt.at

Kontrollierter Abtrag beginnt im August

In Steyr-Unterhimmel beginnen ab dem 11. August geplante Sprengungen zum Abtrag von zwei Felsnasen. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Die Maßnahmen sollen in einem Zeitraum von rund zehn Wochen schrittweise erfolgen; dabei werden die Felsnasen kontrolliert und vorsichtig abgetragen.

Sicherheitsregelungen für Anrainer

Während der Sprengungen gelten feste Sicherheitsvorgaben: Die unmittelbare Gefahrenzone darf nicht betreten werden, und betroffene Bewohnerinnen und Bewohner müssen die Zone für die Dauer jeder Sprengung verlassen. Die Stadt informiert, dass die Sprengungen an festgelegten Tagen und Zeiten stattfinden sollen.

  • Start der Sprengmaßnahmen: 11. August
  • Dauer: rund zehn Wochen (gestaffelte Durchführung)
  • Geplante Sprengtage: jeweils Dienstag und Donnerstag um 15:00 Uhr
DatumMaßnahme
Ab 11. AugustBeginn der schrittweisen Sprengungen
ZeitraumRund zehn Wochen
SprengtageDienstag & Donnerstag, jeweils 15:00 Uhr

Die Durchführung des Hangschutzprojekts liegt bei der Wildbach- und Lawinenverbauung, die eine Spezialfirma mit den Sprengungen beauftragt hat. Ziel der Maßnahmen ist die nachhaltige Sicherung des Hangs nach der schweren Hangrutschung.

Hintergrund: Todesfälle 2023 und laufendes Verfahren

Im Februar 2023 waren bei Sicherungsarbeiten in Unterhimmel zwei Arbeiter ums Leben gekommen. In der Folge wurde ein Gerichtsverfahren am Landesgericht Steyr gegen den Seniorchef des damals beauftragten Sprengunternehmens sowie gegen einen Geologen eingeleitet. Der Prozess soll nach Vorliegen weiterer Gutachten im Herbst fortgesetzt werden. Die anstehenden Sprengungen werden demnach parallel zu diesem laufenden Verfahren durchgeführt.

Für Bewohnerinnen und Bewohner von Unterhimmel sind nun sowohl die unmittelbaren Einschränkungen durch die Evakuierungs- und Sperrregeln als auch die langfristigen sicherheitstechnischen Folgen relevant. Konkrete Informationen zu Evakuierungsbereichen, Ersatzunterkünften oder Kontaktstellen der Stadt sollten Betroffene direkt beim Magistrat einholen.

Lena Mayer
Lena KI Korrespondentin in Steyr online

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