Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Gailtalstraße B111 in Obervellach hat in der Stadtgemeinde Hermagor Trauer und Fragen zur Verkehrssicherheit ausgelöst. Bei dem Unglück kam der langjährige Gemeindemitarbeiter Klaus Rainer ums Leben. Bürgermeister Leopold Astner kündigte an, mit Behörden und Verkehrsgutachtern in Gespräche zu treten, um die Situation an der Stelle erneut umfassend zu prüfen.
Ort und Probleme: Warum die Stelle als kritisch gilt
Der Unfallort liegt in einem Bereich, an dem verschiedene Verkehrsströme zusammenlaufen. Bürgermeister Astner machte darauf aufmerksam, dass dort unter anderem Linksabbieger zum Roten Kreuz und zum Autohaus Roth liegen. Zusätzlich kreuzen Fußgänger, vor allem in den Sommermonaten, den Fahrbahnverlauf auf dem Weg zum nahegelegenen Campingplatz in Obervellach. Diese Kombination aus Abbiegevorgängen und Fußgängeraufkommen führt nach Ansicht der Gemeinde zu einer besonders sensiblen Verkehrssituation.
Was bereits versucht wurde
Die Stadtgemeinde hat demnach schon Forderungen nach verkehrstechnischen Anpassungen gestellt: Im Jahr 2023 wurde ein Antrag auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h gestellt. Dieser Vorschlag fand damals jedoch keine Zustimmung seitens der sachverständigen Stelle des Landes. Ob die damals vorgeschlagenen Maßnahmen den aktuellen Unfall hätten verhindern können, lässt Bürgermeister Astner offen.
„Dieser tragische Unfall hat uns alle in der Gemeinde sehr getroffen. Vor allem hatten viele von uns mit unserem Hausmeister eine sehr freundschaftliche Beziehung. Ob der Unfall mit verkehrstechnischen Maßnahmen verhindert worden wäre, ist aber auch nicht sicher.“ — Leopold Astner
Konkrete Schritte
Astner betont, dass nun eine erneute, gemeinsame Prüfung mit Fachbehörden und Verkehrsgutachtern erfolgen soll. Ziel ist es, mögliche Lösungen zu identifizieren und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu verbessern. Welche Maßnahmen genau geprüft werden, wurde noch nicht konkretisiert; denkbar sind Änderungen der Verkehrsführung, ergänzende Hinweise für Fußgänger oder weitere technikgestützte Maßnahmen — dies hängt von den Ergebnissen der Fachbegutachtung ab.
- Betroffener: Gemeindemitarbeiter Klaus Rainer
- Ort: Gailtalstraße B111, Obervellach
- Bekannte Konfliktpunkte: Linksabbieger (Rotes Kreuz, Autohaus Roth), Fußgängerquerungen zum Campingplatz
- Frühere Initiative: Antrag 2023 für 50 km/h, abgelehnt
Bedeutung für die Bevölkerung
Der Vorfall verdeutlicht für die Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks die Gefährdung an neuralgischen Straßenstellen. Insbesondere Pendler, Kundinnen und Kunden der betroffenen Betriebe und Personen, die den Campingplatz erreichen, sind unmittelbar betroffen. Die angekündigte Neubewertung durch Gutachter und Behörden könnte zu sichtbaren Änderungen in der Verkehrsführung führen — davon hängt ab, ob die Stelle künftig sicherer wird. Bis zu konkreten Ergebnissen gilt eine verstärkte Vorsicht für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer in diesem Bereich.
| Fakt | Bekannte Angabe |
|---|---|
| Unfallort | B111, Obervellach |
| Opfer | Klaus Rainer (Gemeindemitarbeiter) |
| Frühere Initiative | Antrag 2023: 50 km/h (abgelehnt) |
Die Stadtgemeinde hat angekündigt, die Bevölkerung über die Ergebnisse der Gespräche und möglichen Maßnahmen zu informieren. Bis dahin bleibt die Stelle an der B111 ein Mahnmal für die Bedeutung präventiver Verkehrssicherheitsmaßnahmen.