Unwetterlage und unmittelbare Folgen
Starke Gewitter- und Regenfälle führten innerhalb kurzer Zeit zu mehreren Hangrutschungen im Zillertal. In Folge der Niederschläge kam es zu Geröllablagerungen auf Gemeindestraßen, kurzfristigen Sperren und einem weggespülten Brückenbauwerk auf dem Berliner Höhenweg.
Betroffene Stellen lagen unter anderem in den Gemeinden Tux und Brandberg. Während an manchen Stellen nur kleinere Muren die Fahrbahn verkürzten, trat an anderen Orten ein großflächigerer Hangabgang auf, der eine Straße über eine Breite von rund 20 Metern und einer Höhe von etwa 5 Metern mit Geröll bedeckte.
Evakuierungen, Sperren und Rettungseinsätze
Personen kamen nach bisherigen Informationen nicht zu Schaden. In einem Fall konnte ein Pkw-Lenker sein Fahrzeug nicht weiterfahren und erreichte zu Fuß eine Staumauer, von wo aus er mit dem Bus ins Tal fuhr. An einer weiteren Stelle war zeitweise eine Person eingeschlossen; diese wurde von Einsatzkräften in Sicherheit gebracht.
- Uhrzeiten: Mehrere Ereignisse wurden in einem Zeitraum am Abend festgestellt (zwischen etwa 17:50 und 18:45).
- Orte: Unter anderem gemeldet: Tux (Bereich "Waldhütte"), Marchklamm/Schlegeisstraße, Brandberg (Nähe Zillergrund 60).
- Infrastruktur: Mindestens eine Brücke auf dem Berliner Höhenweg wurde durch Wassermassen weggespült.
Räumungsarbeiten und Zugänglichkeit
Feuerwehren und Bergrettungsdienste waren in der Nacht mit Räum- und Sicherheitsarbeiten beschäftigt. An der Schlegeisstraße kündigten Einsatzkräfte an, dass die Straße nicht unmittelbar passierbar sei und voraussichtlich erst nach weiteren Aufräumarbeiten vollständig freigegeben werden kann. Ein geplanter Kontrollflug per Polizeihubschrauber musste wegen anhaltenden Starkregens abgebrochen werden.
| Problem | Ausmaß / Hinweis |
|---|---|
| Murenabgänge | Mehrere, u. a. Breite ~20 m, Höhe ~5 m |
| Straßensperren | Vorübergehend unpassierbare Gemeindestraßen; Räumung läuft |
| Brücke | Berliner Höhenweg: Brücke vermutlich weggespült |
Ausblick und Hinweise für Betroffene
Die genauen Schadenshöhen werden erst nach Abschluss der Räum- und Aufräumarbeiten feststehen. Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Wandernde gelten derzeit folgende Empfehlungen:
- Vermeiden Sie nicht unbedingt nötige Fahrten in die betroffenen Täler, solange Straßenabschnitte noch gesperrt sind.
- Folgen Sie den Anordnungen von Feuerwehr, Bergrettung und Behörden sowie etwaigen Umleitungen.
- Wer sich im Berggebiet aufhält: Prüfen Sie vor Wanderungen die aktuelle Lage und informieren Sie sich über passierbare Routen.
Die Einsatzkräfte bleiben vor Ort, um Gefahrenstellen zu sichern und Infrastruktur schnellstmöglich wiederherzustellen. Weitere Meldungen zum Verlauf der Aufräumarbeiten und zu möglichen Sperren werden von den betroffenen Gemeinden und Einsatzorganisationen veröffentlicht.