Verdacht auf organisierten Suchtgifthandel im Raum Eferding
Im Bezirk Eferding laufen Ermittlungen gegen ein Mutter-Sohn-Gespann wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Suchtgifthandel. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden soll der 20-jährige Sohn insbesondere seine Zugehörigkeit zur Fanszene eines lokalen Fußballvereins genutzt haben, um Suchtmittel bei Spielen an andere Personen weiterzugeben. Die Mutter (49) wird ebenfalls beschuldigt, am Handel beteiligt gewesen zu sein.
Die Ermittlungen des Landeskriminalamts Oberösterreich führten Anfang Februar zu einer Hausdurchsuchung an der Wohnadresse der Beschuldigten. Dem Bericht zufolge wurden mehrere Suchtmittel sichergestellt; die Beschuldigten hätten zudem detaillierte schriftliche Aufzeichnungen über Verkäufe geführt, sodass der Handel als professionell organisiert eingeschätzt werde.
"Nach umfassenden Ermittlungen des Landeskriminalamtes Oberösterreich konnte einem 20-Jährigen aus dem Bezirk Eferding sowie dessen 49-jähriger Mutter ein seit dem Jahr 2024 andauernder, gewinnbringender und gewerbsmäßiger Suchtgifthandel nachgewiesen werden."
Was sichergestellt wurde und Konsequenzen
Laut den Ermittlern umfasste die sichergestellte Menge unter anderem 300 g Cannabiskraut sowie nicht unerhebliche Mengen von Kokain, Crystal Meth und Ecstasy. Zudem sollen die Beschuldigten an der Wohnadresse Cannabis in mehreren Anbauzyklen kultiviert haben; daraus seien insgesamt rund 1,2 kg verkaufsfertiges Marihuana gewonnen worden. Aufgrund der Beweislage wurde der 20-jährige Beschuldigte festgenommen und in die Justizanstalt Wels gebracht, wo er eine sechswöchige Untersuchungshaft verbüßte. Die 49-jährige Mutter wurde nach eintägiger Festnahme auf freiem Fuß angezeigt.
| Tatbestand | Angabe |
|---|---|
| Sicherstellung Cannabiskraut | 300 g |
| Erzeugtes verkaufsfertiges Marihuana | ca. 1,2 kg |
| Weitere sichergestellte Substanzen | Kokain, Crystal Meth, Ecstasy |
| Ermittlungszeitraum | seit 2024 bis Anfang 2026 |
Bedeutung für lokale Sicherheit und Prävention
Die Vorwürfe haben mehrere Bedeutungsebenen für die Bevölkerung im Bezirk: Zum einen betrifft der mutmaßliche Vertrieb in und um Fußballspiele die Sicherheitslage bei Veranstaltungen und das Sicherheitsgefühl von Besucherinnen und Besuchern. Zum anderen zeigen Umfang und Organisation der Aufzeichnungen, dass es sich nach Einschätzung der Ermittler nicht um gelegentliche Straftaten, sondern um einen länger andauernden, gewinnorientierten Handel gehandelt haben soll. Für Betroffene von Sucht und für Eltern ist die Nachricht ein Hinweis, wachsam zu sein und Präventionsangebote zu nutzen.
Konkrete Hinweise, wie Bürgerinnen und Bürger verdächtige Beobachtungen melden können, liegen in der vorliegenden Meldung nicht; generell ist in solchen Fällen die Polizeiinspektion vor Ort oder die nächstgelegene Dienststelle des Landeskriminalamts Ansprechpartner.
Die Ermittlungen dauern an; zu weiteren möglichen rechtlichen Schritten oder zu weiteren Festnahmen machte die Quelle keine detaillierten Angaben.