Heimische Unterstützung bei der Zielankunft in Steyr
Die 75. Österreich-Radrundfahrt bot in Steyr eine packende Schlussphase: Der Österreicher Mühlberger parierte in den letzten Kilometern mehrere Angriffe und gelang in der Zielankunft auf den Kopfsteinpflaster-Passagen der Stadt mit der Spitzenformation ins Ziel. Der Fahrer, der bereits zwei Etappensiege verbucht hat, zeigte sich im Anschluss zufrieden, verwies aber zugleich auf das Hauptziel — den Gesamterfolg.
Rennverlauf und Taktik in den letzten Metern
In den finalen Abschnitten des heutigen Teilstücks sorgten anspruchsvolle Anstiege wie der steile Porscheberg für Selektionen. Nach der Abfahrt in Richtung Ziel ging Mühlberger im Finale auf Nummer sicher und lief im Sprint der vorderen Gruppe ein. Die Taktik zahlte sich aus: Er sicherte sich nicht nur die Etappenplatzierung, sondern auch die Gesamtführung.
„Ich habe mir gedacht, ich will es nicht herausfordern und riskiere nichts. Ich bin mit den zwei Etappensiegen sehr zufrieden, das große Ziel ist die Gesamtwertung. Jetzt schauen wir, dass wir das am Sonntag heimbringen.“
Vor zahlreichen rot-weiß-roten Fans, bekannten Gesichtern und Angehörigen fuhr Mühlberger, der aus Haidershofen stammt, ein für ihn besonderes Rennen. „Schöner geht es nicht, ein Traum“, fasste er seine Eindrücke zusammen.
- Fahrer: Mühlberger (Gesamtführender)
- Gegenspieler: Kevin Vermaerke (als zweitplatzierter mit Zeitbonifikation)
- Nächste Etappe: Kurzes Finale von Langenlois nach Wien (109 km), erwartet wird eine Sprintankunft vor dem Burgtheater
Zwischenstand in der Gesamtwertung
Der Vorsprung des Führenden verringerte sich durch eine Zeitbonifikation des US-Amerikaners Kevin Vermaerke um sechs Sekunden. Die Rangordnung bleibt jedoch deutlich: Mühlberger führt weiterhin vor Vermaerke; den dritten Platz belegt der erfahrene Niederländer Bauke Mollema.
| Platz | Fahrer | Rückstand |
|---|---|---|
| 1 | Mühlberger | --- |
| 2 | Kevin Vermaerke | +1:25 |
| 3 | Bauke Mollema | +1:40 |
Für Steyr bedeutet die Etappenankunft neben Spitzenradsport auch ein öffentliches Ereignis: Viele Zuschauer säumten die Strecke und erlebten die Fahrer unmittelbar in der Altstadt. Für heimische Radsportfans bleibt nun der Blick auf die Schlussetappe nach Wien gerichtet, auf der Mühlbergers Vorsprung voraussichtlich verteidigt werden soll. Als zweitbester Österreicher liegt in der Zwischenwertung Philipp Hofbauer vom Team Vorarlberg auf Platz 15.
Die finale Etappe führt über Königstetten, den Dopplerhütte-Anstieg nach Mauerbach und die westliche Einfahrt nach Wien, erwartet wird eine Entscheidung bei einer Sprintankunft vor dem Burgtheater.