Intensive Bauphase in Neudörfl
Die Arbeiten entlang der Strecke der Mattersburger Bahn befinden sich derzeit in einer intensiven Hauptbauphase. Bei einem Lokalaugenschein am Bahnhof Neudörfl haben Vertreter der Landespolitik und der Gemeinde den Fortschritt begutachtet. Laut der Projektbeschreibung werden bis 2027 modernisierte, barrierefreie Bahnhöfe und Haltestellen, eine vollständig elektrifizierte Strecke sowie neue Gleisanlagen fertiggestellt.
Konkrete Maßnahmen am Bahnhof Neudörfl
Am Bahnhof Neudörfl laufen mehrere zentrale Infrastrukturmaßnahmen parallel zueinander. Wesentliche Punkte sind:
- Auflassung der bestehenden Eisenbahnkreuzung und Ersatz durch eine Unterführung mit baulich getrenntem Geh- und Radweg;
- Bau von zwei neuen, barrierefrei erreichbaren Randbahnsteigen, die künftig über die Unterführung zugänglich sind;
- Neugestaltung des Kreuzungsplateaus mit Verkehrsinseln und Querungshilfen;
- Anlage einer modernen Park&Ride- sowie Bike&Ride-Infrastruktur;
- Einsatz des Schnellumbauzugs auf der Strecke zur Beschleunigung der Arbeiten.
Diese Maßnahmen zielen darauf ab, den Bahnhof an die Anforderungen einer zeitgemäßen, barrierefreien und leistungsfähigen Schieneninfrastruktur anzupassen.
Politische Begleitung und lokale Bedeutung
Bei der Baustellenbegehung waren Verkehrslandesrat Heinrich Dorner, der Neudörfler Bürgermeister Dieter Posch sowie der Landtagsabgeordnete Thomas Hoffmann anwesend. Aus Sicht der Gemeinde war es wichtig, dass die Straßenverbindung vom Industrie- und Freizeitgebiet in den Ortskern erhalten bleibt. Bürgermeister Posch bewertete die Maßnahme als wichtig und zukunftsweisend und verwies darauf, dass die Mehrheit der Bevölkerung die temporären Beeinträchtigungen akzeptiere, da dadurch dauerhafte Verbesserungen entstünden.
„Die Modernisierung und Elektrifizierung der Bahnstrecke und des Bahnhofs in der Gemeinde ist wichtig und zukunftsweisend“, so Bürgermeister Dieter Posch.
Was die Baumaßnahmen für Menschen im Bezirk bedeuten
Die Elektrifizierung verspricht für Pendlerinnen und Pendler sowie Gelegenheitsreisende mehrere praktische Vorteile: leisere und emissionsärmere Züge, potenziell schnellere Verbindungen und bessere Taktung durch moderne Signal- und Oberleitungsinfrastruktur. Gleichzeitig bedeuten die Tiefbauarbeiten kurzfristig Verkehrsumschichtungen und örtliche Beeinträchtigungen, etwa während der Errichtung der Unterführung oder beim Umbau der Bahnsteige.
Für Pendlerinnen und Pendler aus dem Bezirk Mattersburg sind insbesondere folgende Auswirkungen relevant:
- Verbesserte Barrierefreiheit durch Aufzüge zu den neuen Bahnsteigen;
- Erweiterte Umsteigemöglichkeiten und Parkplätze durch Park&Ride-Angebote;
- Mehr Platz für Fahrradpendler durch Bike&Ride-Einrichtungen;
- Mögliche Einschränkungen und Umleitungen während der Hauptbauphasen.
| Maßnahme | Status / Folge |
|---|---|
| Unterführung statt Bahnkreuzung | Sicherere Querung, getrennte Rad-/Fußwege |
| Barrierefreie Randbahnsteige | Aufzüge, bessere Zugänglichkeit |
| Park&Ride / Bike&Ride | Erhöhte Umsteigemöglichkeiten |
| Elektrifizierung | Emissionsärmerer Betrieb, moderne Fahrzeuge möglich |
Die ÖBB-Projektleitung meldet einen planmäßigen Verlauf der Modernisierung. Anwohnerinnen und Anwohner sowie Pendlerinnen und Pendler sollten sich auf temporäre Verkehrsänderungen einstellen und lokale Informationen zu Sperren und Umleitungen beachten.
Für den Bezirk Mattersburg bedeutet das Projekt nicht nur eine verbesserte Anbindung, sondern auch einen infrastrukturellen Impuls: Langfristig können schnellere, komfortablere Verbindungen in Richtung regionaler Zentren und Wien die Wahl des Verkehrsmittels beeinflussen und den öffentlichen Verkehr für Bewohnerinnen und Bewohner attraktiver machen.