Gemeinsamer Einsatz gegen Wasserknappheit für Wildtiere
In Schattendorf haben die Jagdgesellschaft Schattendorf und die Freiwillige Feuerwehr Schattendorf mehrere natürliche Senken mit Wasser versorgt, um heimischen Wildtieren in der derzeitigen Trockenperiode zusätzliche Trinkmöglichkeiten zu bieten. Die Aktion folgte auf die Erkenntnis, dass aufgestellte Wildtränken allein nicht ausreichen, wenn die Vegetation stark ausgetrocknet ist und dadurch die Flüssigkeitsaufnahme der Tiere über die Nahrung sinkt.
Die örtliche Jägerschaft kontrolliert und befüllt bereits seit Jahren zahlreiche Wildtränken im Schattendorfer Revier. Ergänzend wurden nun gezielt mehrere Suhlen, Tümpel und Himmelsteiche mit Wasser befüllt, um die Versorgung in besonders heißen Tagen zu verbessern. Damit reagieren die Verantwortlichen auf den erhöhten Wasserbedarf der Tiere in diesem Sommer.
„Da auch die Vegetation stark ausgetrocknet ist und die Tiere dadurch deutlich weniger Flüssigkeit über ihre Nahrung aufnehmen können, ist ihr Wasserbedarf in einem heißen und trockenen Sommer, wie er heuer wieder zu verzeichnen ist, höher als gewöhnlich“,
— so Jagdleiter Dieter Dorfmeister, der die Maßnahme erklärt.
Bedeutung für Landschaft und Bevölkerung
Solche Füllaktionen haben mehrere praktische Effekte für den Bezirk:
- Schutz der Tierbestände: Zusätzliche Trinkstellen vermindern das Risiko, dass Wild in Siedlungsnähe auf Wasserquellen ausweicht und dort Konflikte oder Verkehrsunfälle verursacht.
- Erhalt von Lebensräumen: Feuchte Stellen sind wichtige Mikrohabitute für Insekten, Amphibien und Vögel; ihre Erhaltung fördert die regionale Biodiversität.
- Rolle ehrenamtlicher Organisationen: Die Aktion zeigt, wie lokale Vereine und Feuerwehren zusammenarbeiten, um ökologische Probleme pragmatisch zu lösen.
Für Anrainerinnen und Anrainer im Bereich Schattendorf bedeutet das konkret: Wer in der Nähe von Suhlen oder Tümpeln wohnt, kann mit einer geringeren Präsenz von durstbedingten Wildtieren in Ortschaften rechnen. Gleichzeitig ist es wichtig, Wasserstellen nicht zu verschmutzen und Freiwillige bei ihren Einsätzen zu unterstützen, etwa durch Hinweise auf zusätzliche schadfreie Wasserquellen.
Organisation der Aktion
Die koordinierte Maßnahme wurde von der Jagdgesellschaft gemeinsam mit der Feuerwehr durchgeführt; konkrete Angaben zu den genau befüllten Gewässern nennt die Mitteilung nicht über die generelle Nennung von Suhlen, Tümpeln und Himmelsteichen hinaus. Solche Einsätze erfordern meist:
- Logistik zur Wasserbeschaffung (Fahrzeuge, Schläuche, Pumpen)
- Absprache zwischen Jagdleitung und Feuerwehr
- Kontrollen, um die Wasserqualität soweit möglich zu sichern
| Akteur | Aufgabe |
|---|---|
| Jagdgesellschaft Schattendorf | Kontrolle und Befüllung von Wildtränken, Koordination |
| Freiwillige Feuerwehr Schattendorf | Bereitstellung von Wassertransport und Technik |
Die Maßnahme ist Teil laufender Bemühungen im Revier, die Wasserversorgung von Wildtieren in heißen Sommern zu sichern. Wie oft und in welchem Umfang solche Auffüllungen notwendig sind, hängt vom weiteren Verlauf der Witterung ab. Bei anhaltender Trockenheit dürften ähnliche Einsätze auch in anderen Teilen des Bezirks Mattersburg erforderlich werden.
Für Bürgerinnen und Bürger: Wer Beobachtungen zu ausgetrockneten Gewässern oder leidenden Tieren macht, sollte dies den örtlichen Behörden, der Jägerschaft oder der Feuerwehr melden, damit gezielte Hilfe geplant werden kann.