Gemeinde beschließt Partnerschaft zur Energieversorgung
Der Gemeinderat von Mattersburg hat eine Kooperation mit der Burgenland Energie beschlossen, die eine Reihe von Maßnahmen zum Ausbau erneuerbarer Energie und zur Kostensenkung umfasst. Kern der Vereinbarung sind mehrere Photovoltaik-Anlagen im Contracting-Modell sowie die Integration von Straßenbeleuchtung und öffentlichen Ladestationen in eine regionale Energiegemeinschaft.
Die Stadt geht damit einen praktischen Schritt in Richtung Klimaneutralität und stärkt zugleich die kommunale Energieautonomie. Für die Gemeindekasse sind sowohl kurzfristige als auch langfristige Einsparungen vorgesehen, ohne dass die Stadt unmittelbar in die Errichtung der Anlagen investieren muss.
Was geplant ist und welche Einsparungen erwartet werden
- Installation von Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 156,8 kWp auf sechs Objekten im Contracting-Modell.
- Einbindung der Straßenbeleuchtung sowie von Ladestationen in der Kremsergasse und der Leitgebgasse in die regionale Energiegemeinschaft.
- Integration weiterer kommunaler Gebäude ohne PV-Anlage in die Energiegemeinschaft und Aufnahme in den sogenannten "Fanclub Burgenland Unabhängig".
Die Stadtverwaltung benennt konkrete Einsparungen: Bei den derzeit gültigen Energiepreisen ergeben sich direkt aus dem Paket Einsparungen von rund 13.000 Euro pro Jahr. Durch die regionale Energiegemeinschaft werden zusätzlich etwa 4.500 Euro erwartet, und der Einbezug des Fanclubs bringt weitere 1.200 Euro jährlich. Zusammengenommen beläuft sich das jährliche Minus für die Gemeindekosten damit auf rund 18.700 Euro. Nach Ablauf der PV-Verträge rechnet die Stadt mit einer deutlich höheren jährlichen Entlastung von etwa 42.000 Euro.
| Posten | Jährliche Einsparung (EUR) |
|---|---|
| Direkt durch PV-Paket | 13.000 |
| Regionale Energiegemeinschaft | 4.500 |
| Fanclub Burgenland Unabhängig | 1.200 |
| Summe (aktuell) | 18.700 |
| Prognose nach PV-Laufzeit | 42.000 |
Bedeutung für Bürgerinnen und Gemeindepolitik
Für die Einwohnerinnen und Einwohner von Mattersburg bedeutet die Vereinbarung zweierlei: erstens eine erwartbare Senkung der laufenden Kosten der Gemeinde, was mittelbar den kommunalen Haushalt entlastet; zweitens mehr erneuerbare Stromerzeugung vor Ort, was die Abhängigkeit von externen Lieferanten reduziert. Die Nutzung des Contracting-Modells mildert finanzielle Hürden für die Gemeinde, da Anschaffungs- und Installationskosten nicht unmittelbar aus der Gemeindekasse getragen werden müssen.
"Das Paket der Burgenland Energie brin
Die zitierte Aussage der Bürgermeisterin unterstreicht, dass die Führung der Stadt die Vereinbarung als beste Lösung für die Gemeinde ansieht; das unvollständig übermittelte Zitat ist Teil der offiziellen Darstellung aus der Gemeinderatssitzung.
Praktisch relevant sind auch die geplanten Ladestationen in zentralen Gassen: Für Nutzerinnen von Elektrofahrzeugen soll die verbliebene Ladeinfrastruktur in Mattersburg besser nutzbar werden. Die Einbindung der Straßenbeleuchtung in die regionale Energieinfrastruktur kann zudem die Betriebskosten der öffentlichen Beleuchtung stabilisieren.
Einführung, Kontrolle und Abrechnung der vereinbarten Maßnahmen werden in weiterer Folge zwischen Stadt und Burgenland Energie vertraglich geregelt. Für die Bürgerinnen und Bürger bleibt wichtig, wie schnell die Anlagen installiert werden und ob kommunale Gebäude zusätzlich von Energieeffizienzmaßnahmen profitieren.
In Summe ist die Partnerschaft ein konkreter Schritt auf dem Weg zu mehr kommunaler Energieautonomie und zu planbaren Einsparungen – sowohl kurz- als auch langfristig.