Bevölkerungsstand und regionale Verteilung
Die Einwohnerzahl im Bezirk Mattersburg ist laut Statistik Austria zum 1. Jänner 2026 auf 41.170 Personen gestiegen. Das entspricht einem Anstieg um 16 Personen gegenüber dem Vorjahr, also einem Zuwachs von rund 0,04 Prozent. Auf Bezirksebene ist die Veränderung damit gering, auf Gemeindeebene zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede.
Deutliche Zuwächse und spürbare Rückgänge
Am stärksten wuchs die Gemeinde Loipersbach mit einem Plus von 72 Personen (+5,93 Prozent). Ebenfalls im Plus liegen Hirm (+25, +2,27 Prozent) und Bad Sauerbrunn (+32, +1,36 Prozent). Demgegenüber verzeichneten Sigleß (-22, -1,86 Prozent), Wiesen (-40, -1,43 Prozent) und Schattendorf (-27, -1,14 Prozent) die größten prozentualen Rückgänge.
- Bezirkseinwohner: 41.170 (Stichtag 1. Jänner 2026)
- Änderung gegenüber 2025: +16 Personen
- Größter Zuwachs (absolut und prozentual): Loipersbach (+72 / +5,93 %)
Konkrete Gemeindedaten
Die Zahlen der einzelnen Gemeinden geben Aufschluss über lokale Entwicklungen und sind relevant für Planungen in den Bereichen Wohnraum, Verkehr und Sozialinfrastruktur.
| Gemeinde | Einwohner (1.1.2026) | Veränderung vs. 1.1.2025 |
|---|---|---|
| Draßburg | 1.264 | +31 |
| Forchtenstein | 2.795 | -5 |
| Hirm | 1.128 | +25 |
| Loipersbach | 1.286 | +72 |
| Marz | 2.049 | -25 |
| Mattersburg | 7.563 | +9 |
| Neudörfl | 5.016 | +1 |
| Pöttelsdorf | 759 | +5 |
| Pöttsching | 3.038 | -30 |
| Rohrbach | 2.684 | 0 |
| Bad Sauerbrunn | 2.387 | +32 |
| Schattendorf | 2.333 | -27 |
| Sieggraben | 1.239 | -14 |
| Sigleß | 1.161 | -22 |
| Wiesen | 2.752 | -40 |
| Antau | 842 | -4 |
| Baumgarten | 921 | -1 |
Regionale Bedeutung und praktische Konsequenzen
Die Gesamtveränderung fällt marginal aus, doch die Verschiebungen auf Gemeindeebene sind für die lokale Verwaltung bedeutend. Gemeinden mit spürbarem Zuwachs müssen die Nachfrage nach Wohnraum, Kindergarten- und Schulplätzen sowie nach Verkehrsanbindungen prüfen. Für rückläufige Gemeinden können sinkende Einwohnerzahlen mittelfristig Auswirkungen auf die Einnahmen durch kommunale Abgaben und auf das Angebot von Dienstleistungen bedeuten.
Planung und Fördermittelvergabe auf Landes- und Bezirksebene orientieren sich an solchen Zahlen. Kommunalpolitikerinnen und -politiker sollten die Entwicklungen nutzen, um gezielte Maßnahmen etwa zur Wohnraumentwicklung, zur Unterstützung von Nahversorgern oder zur Mobilitätsförderung zu setzen. Die demografischen Unterschiede zwischen Gemeinden zeigen, dass regionale Strategien notwendig sind, statt einheitlicher Lösungen auf Bezirksebene.
Ausblick
Ob die leichten Zuwächse Bestand haben, hängt von Faktoren wie Bauaktivität, Beschäftigungsangeboten im näheren Umfeld und der allgemeinen Binnenwanderung ab. Die aktuelle Statistik liefert den Gemeinden eine Grundlage, um kurz- und mittelfristige Entscheidungen zu treffen – von Flächenwidmungen bis zu sozialen Angeboten.