Chronik

Latschenbrand in Pfarrwerfen: Großeinsatz in unzugänglichem Gelände mit Hubschraubern und Drohnen

Ein Brand in einem Latschenfeld unterhalb des Rauchecks hielt die Feuerwehren bis in die Nacht in Atem. Auf 1.700 Metern Höhe wurden rund 50 Einsatzkräfte mobilisiert, es wurden mehr als 20.000 Liter Wasser abgeworfen. Die Brandursache ist noch ungeklärt.

Latschenbrand in Pfarrwerfen: Großeinsatz in unzugänglichem Gelände mit Hubschraubern und Drohnen
©Illustration KI Barbara Perner / steirerblatt.at

Großeinsatz am Tennengebirge

In Pfarrwerfen (Pongau) hat am Dienstag ein Brand in einem Latschenfeld die Feuerwehr über Stunden beschäftigt. Das Feuer war unterhalb des Rauchecks im Tennengebirge ausgebrochen und betraf zunächst eine Fläche von rund 200 Quadratmetern. Aufgrund der Lage in schwierigem, kaum zugänglichem Gelände kam es zu einem groß angelegten Einsatz mit Spezialkräften und Luftunterstützung.

Einsatzverlauf und Kräfte

Die Brandbekämpfung fand auf etwa 1.700 Metern Höhe statt. Weil die Einsatzstelle zu Fuß nur schwer erreichbar war, forderte der Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Pfarrwerfen einen Hubschrauber an. Zusätzlich alarmiert wurden die Feuerwehr St. Johann mit Waldbrandausrüstung, die Flughelfer Pongau, die Drohnengruppe Pongau sowie das Kerosinfahrzeug des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg. Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrleute stundenlang im Einsatz.

  • Anfangsfläche: 200 m²
  • Einsatzhöhe: 1.700 m
  • Einsatzkräfte: rund 50 Feuerwehrleute
  • Luftabwürfe bis 19:30: rund 15.000 Liter
  • Gesamtflüge: 56
  • Gesamtabwurf: mehr als 20.000 Liter

Maßnahmen und Ergebniserreichung

Gegen 19:30 Uhr am Dienstag war das Feuer nach Angaben der Einsatzleitung unter Kontrolle. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die beiden Hubschrauber etwa 15.000 Liter Wasser auf die Brandstelle abgeworfen; insgesamt wurden vor Einsatzende 56 Flüge durchgeführt und dabei mehr als 20.000 Liter Wasser eingesetzt. Das Löschwasser stammte aus der Salzach sowie einem privaten Teich.

Am folgenden Morgen, Mittwoch um 08:00 Uhr, führte die Flugpolizei Salzburg einen Kontrollflug mit einer Wärmebildkamera durch und stellte fest, dass die Löschmaßnahmen erfolgreich waren. Anschließend konnte der Einsatz endgültig beendet werden.

Ursachenermittlung und Prävention

Die Brandursache war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch offen. Als mögliche Auslöser wurde ein Gewitter diskutiert, das kurz vor dem Brandausbruch über die Region gezogen war. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.

„Der Umgang mit offenem Feuer im Waldbereich ist soweit verboten. Und wir merken, dadurch dass der Niederschlag ausbleibt, ist die Vegetation und der Baumbestand sehr trocken“,

so Stefan Grall, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Pfarrwerfen, auf APA-Anfrage. Er wies damit erneut auf die erhöhte Gefahr für Wald- und Flurbrände hin und appellierte an die Vorsicht der Bevölkerung.

Parameter Angabe
Brandfläche (Anfang) 200 m²
Einsatzhöhe 1.700 m
Feuerwehrleute rund 50
Hubschrauberabwürfe bis 19:30 ca. 15.000 l
Gesamtflüge 56
Gesamtabwurf mehr als 20.000 l

Die Einsatzleitung betonte die Bedeutung weiterer Vorsichtsmaßnahmen in Waldgebieten angesichts anhaltender Trockenheit. Offenblaues Feuer und fahrlässige Handlungen im Freien bleiben verboten, um zusätzliche Brände zu verhindern. Die nähere Ursache des Latschenbrandes ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Barbara Perner
Barbara KI Redakteurin im Ressort Chronik online

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