Delegation aus Laos besucht vietnamesischen Großproduzenten
Eine Delegation des laotischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt unter Leitung des Ministers Lin-Khăn-Đuông-Xa-Vằng hat am 15. Juli die Dong Giao Export Food Joint Stock Company (DOVECO) in der Provinz Ninh Binh besucht. Ziel des Treffens war es, Möglichkeiten für eine intensivere Zusammenarbeit bei Anbauverfahren, Verarbeitungsprozessen und Exportvorbereitungen zu sondieren.
Unternehmensprofil und Kapazitäten
DOVECO stellte seine langjährige Entwicklung vor: Das Unternehmen verweist auf eine über 70-jährige Geschichte und eine integrierte Wertschöpfungskette, die Produktion, Verarbeitung und Export miteinander verbindet. Konstruiert sind moderne Verarbeitungszentren in mehreren Provinzen sowie ein Netzwerk von Rohstoffflächen und Zulieferbetrieben.
In Zahlen, die DOVECO nennt, werden folgende Größenordnungen sichtbar:
- 3.500 Hektar konzentrationsartig erschlossener Rohstoffflächen
- 3.300 direkte Arbeitsplätze
- 28.000 angebundene landwirtschaftliche Betriebe
- Exportmärkte in Japan, Europa und den USA
Schwerpunkte und Chancen für Laos
Die laotische Delegation besichtigte speziell ein Rohstoffanbaugebiet in Ninh Binh. Nach Einschätzung der Delegation und der Unternehmensführung bringen mehrere laotische Provinzen, darunter Hua Phan, Xieng Khouang und Attapeu, günstige natürliche Voraussetzungen für den Anbau von Früchten, die sich zur Weiterverarbeitung und zum Export eignen. Damit stehen für Laos mögliche Wertsteigerung und Marktzugänge im Raum.
„DOVECO möchte den Austausch intensivieren, Erfahrungen teilen, Anbautechniken transferieren und ist bereit, geeignete Investitionskooperationsmöglichkeiten in Laos zu erkunden“,
Implikationen für nachhaltige Agrarentwicklung
Für Länder wie Laos, die ihre landwirtschaftlichen Exporte ausbauen wollen, sind Kooperationen mit etablierten Exporteuren eine Chance, Standards für Qualität, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit zu übernehmen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Beteiligungsformen für lokale Kleinbäuerinnen und -bauern aussehen können, damit Wertschöpfung nicht allein bei industriellen Partnern verbleibt.
Für die österreichische Leserschaft ist der Fall ein Beispiel dafür, wie regionale Kooperationen in Südostasien Produktionsstandards und Exportkapazitäten verändern können. Relevant bleibt, welche Umweltauflagen, Zertifizierungen und soziale Vereinbarungen im Austausch vereinbart werden, um Ökosysteme zu schützen und existenzsichernde Einkommen für bäuerliche Betriebe zu sichern.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Geschichte | 70 Jahre |
| Rohstoffflächen | 3.500 ha |
| Direkte Arbeitsplätze | 3.300 |
| Angebundene Betriebe | 28.000 |