In Dornbirn hat eine geplante Kinderstunde mit zwei als Drag auftretenden Künstler:innen eine öffentliche Debatte ausgelöst. Gegen den Programmpunkt im Rahmen von „Sommer im Park“ wurde eine Online-Petition gestartet, die die Absage fordert. Anlass ist eine Veranstaltung, bei der die Künstlerinnen „Fräulein Bürgerschreck“ und Athene Atlas ausgewählte Kinderbücher vorlesen und gemeinsam mit Kindern Lieder singen wollen.
Worum geht es konkret?
Die Aktion ist Teil des Dornbirner Sommerprogramms, das dieses Jahr unter dem Motto „Vielfalt und Offenheit“ steht. Kritikerinnen bezeichnen das Angebot als unangemessen für Kinder und befürchten eine Einflussnahme auf die Identitätsentwicklung von Minderjährigen. Dazu zählen die Pensionistin Agnes Faist, die von einer «sexualisierten» Veranstaltung spricht, sowie die Pädagogin Karin Winsauer, die eine frühe Beeinflussung ablehnt.
„Das Programm vermittelt keine sexuellen Inhalte“, sagt Michael Rüdisser, Geschäftsführer von Stadtmarketing Dornbirn.
Stellungnahmen und Umgang mit der Kritik
Die Stadt Dornbirn und die Veranstalter weisen die Vorwürfe zurück. Stadtmarketing-Geschäftsführer Michael Rüdisser betont, dass bei der Auswahl von Texten und Liedern darauf geachtet worden sei, keinerlei Sexualisierung stattfinden zu lassen. Als Beispiele für vorgesehene Inhalte werden Geschichten von Christine Nöstlinger und Disneylieder genannt. Laut Stadt soll die Kinderstunde wie geplant stattfinden, trotz angekündigter Proteste.
- Veranstaltung: Interaktive Kinderstunde mit Vorlesen und Singen
- Künstler:innen: Fräulein Bürgerschreck, Athene Atlas
- Ort: Kulturhauspark, Dornbirn (im Rahmen von „Sommer im Park“)
- Positionen: Online-Petition und öffentliche Kritik versus Stadtmarketing, das Unbedenklichkeit betont
Was bedeutet das für Eltern und Besucher?
Für Eltern im Bezirk bedeutet die Kontroverse erhöhte Aufmerksamkeit hinsichtlich öffentlicher Kinderangebote: Programminhalte sollten vorab geprüft und gegebenenfalls mit Veranstaltern oder der Stadt besprochen werden. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass bei der Gestaltung der Kinderstunde auf altersgerechte Inhalte geachtet wurde.
| Akteur | Rolle / Aussage |
|---|---|
| Fräulein Bürgerschreck | Mitwirkende Drag-Künstlerin (Vorlesen, Singen) |
| Athene Atlas | Mitwirkende Drag-Künstlerin (Vorlesen, Singen) |
| Agnes Faist | Kritikerin: bezeichnet Angebot als „sexualisiert“ |
| Michael Rüdisser | Stadtmarketing: betont, es gebe keine sexuellen Inhalte |
Die Debatte zeigt, wie kulturelle Angebote in Dornbirn öffentlich diskutiert werden und welche Erwartungen Bürgerinnen und Bürger an Schutz, Bildung und kulturelle Teilhabe für Kinder haben. Ob die Petition Auswirkungen auf das Programm hat, bleibt abzuwarten; die Stadt hält an der Durchführung fest.