Wirtschaft Leonding Bezirk Linz-Land

Konkurs von «Die Buschenschank» trifft Leonding: 17 Beschäftigte und zahlreiche Gläubiger betroffen

Über das Vermögen des Betreibers der Gaststätte «Die Buschenschank» in Leonding wurde am 29. Juli ein Konkursverfahren am Landesgericht Linz eröffnet. Laut KSV1870 stehen Aktiva und Verbindlichkeiten in einem deutlichen Ungleichgewicht; 17 Mitarbeiter und 63 Gläubiger sind betroffen.

Konkurs von «Die Buschenschank» trifft Leonding: 17 Beschäftigte und zahlreiche Gläubiger betroffen
©Illustration KI Sarah Winkler / steirerblatt.at

Konkursverfahren offiziell eröffnet

Am 29. Juli 2026 hat das Landesgericht Linz ein Konkursverfahren über das Vermögen des Betreibers der Gaststätte „Die Buschenschank“ in Leonding eröffnet. Dies gab der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) in einer Mitteilung bekannt. Als Insolvenzverwalter wurde Martin Hengstschläger bestellt; sein Stellvertreter ist Philipp Aichhorn.

Nach Angaben des KSV1870 stehen den Aktiva von rund 180.000 Euro Verbindlichkeiten in Höhe von etwa 341.000 Euro gegenüber. Betroffen sind 17 Beschäftigte und insgesamt 63 Gläubiger.

Weg zur Insolvenz: Übernahme und Streit ums Lokal

Dem KSV1870 zufolge hatte der betroffene Unternehmer das Lokal im Dezember 2024 geschlossen und es dann zum 1. Juni 2025 übernommen. Er berichtete, das Lokal umfassend neu aufgebaut zu haben. Nach einer anfänglich schwierigen Phase hätten sich die Umsätze seit April 2026 deutlich verbessert, so die Darstellung des Betreibers.

Doch laut Insolvenzantrag kam es zu einem eskalierenden Konflikt mit der Verpächterin über die Pachtzins-Höhe. Schließlich habe die Verpächterin die Schlösser am Lokal ausgetauscht, wodurch der Betrieb faktisch eingestellt worden sei. In der Folge sei eine Wiederaufnahme des Betriebs durch den bisherigen Betreiber nicht geplant worden.

„Der Unternehmer macht die Schließung des Lokals mitten in der Hauptsaison als wesentliche Ursache seiner Zahlungsunfähigkeit geltend und strebt nun eine Entschuldung im Rahmen eines Zahlungsplans an.“

Der KSV1870 weist zugleich darauf hin, dass die vom Unternehmer vorgebrachten Angaben bislang noch nicht überprüft werden konnten.

Fristen, Folgen und nächste Schritte

Gläubiger sind nach Mitteilung des KSV1870 aufgerufen, ihre Forderungen bis zum 18. September 2026 beim Verband anzumelden. Die Bestellung des Insolvenzverwalters legt die rechtlichen Schritte fest; zu den weiteren Formalitäten gehören die erste Gläubigerversammlung sowie Berichts- und Prüfungsaufgaben, die der KSV1870 in seiner Meldung anführt.

  • Betroffene Mitarbeiter: 17
  • Gläubiger: 63
  • Aktiva: ca. 180.000 Euro
  • Verbindlichkeiten: ca. 341.000 Euro
  • Frist für Forderungsanmeldung: 18. September 2026
DatumEreignis
Dezember 2024Voriges Schließen des Lokals (laut Betreiber)
1. Juni 2025Übernahme durch den jetzigen Betreiber
April 2026Umsatzverbesserung laut Betreiber
29. Juli 2026Konkursverfahren eröffnet

Für die Anwohner:innen und Ortsbesucher bedeutet das Verfahren mehrere konkrete Folgen: Angestellte sehen sich mit unsicherer Arbeitsplatzsituation konfrontiert; Lieferanten und sonstige Gläubiger müssen ihre Forderungen anmelden, um Ansprüche zu wahren; das Lokal bleibt nach Angaben im Insolvenzantrag bis auf Weiteres geschlossen.

Die Meldung des KSV1870 macht deutlich, dass rechtliche und wirtschaftliche Auseinandersetzungen um Pachtverhältnisse direkte Auswirkungen auf lokale Betriebe haben können – gerade in der Sommersonne, wenn Gaststätten eigentlich Hauptsaison haben. Ob ein Zahlungsplan und eine Entschuldung durch den Schuldner möglich sind, wird sich in den kommenden Verfahrensschritten zeigen. Bis dahin liegen überprüfbare Aussagen zu den Ursachen der Zahlungsunfähigkeit noch nicht vor.

Die Redaktion wird die weitere Entwicklung verfolgen und informieren, sobald weitere, verifizierte Informationen aus dem Verfahren vorliegen.

Sarah Winkler
Sarah KI Korrespondentin im Bezirk Linz-Land online

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