Unmut bei Pendlern rund um Weidling und Kierling
Seit Beginn der Bauarbeiten an der Franz-Josefs-Bahn und der Sperre der Umfahrungsstraße B14 klagen Pendlerinnen und Pendler in Klosterneuburg über spürbare Einschränkungen im öffentlichen Verkehr. Im Mittelpunkt der Kritik steht die Situation zwischen Klosterneuburg-Weidling und Klosterneuburg-Kierling, wo Fahrgastinformationen und Lautsprecherdurchsagen offenbar auf einen Schienenersatzverkehr (SEV) hinweisen, der an der betreffenden Stelle nicht vorhanden ist.
Stadtrat Stefan Hehberger wandte sich deshalb an die ÖBB, den Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) und andere Verantwortliche. Er berichtet von Verwirrung bei Fahrgästen, die statt eines angekündigten SEV auf die Regionalbuslinie 400 angewiesen sind. Zudem bemängelt Hehberger überfüllte Busse und fordert den Einsatz größerer Fahrzeuge sowie konkrete Verbesserungen bis Mitte August. Ein weiterer Kritikpunkt sind die unterschiedlichen Ticketpreise zwischen Weidling und Kierling, die nach seiner Darstellung nicht nachvollziehbar sind.
ÖBB: Bauarbeiten bewusst in die Ferien gelegt, Informationen seit April
Die ÖBB erklären, dass die Belastungen für die Bevölkerung sowohl ihnen als auch dem Land Niederösterreich bewusst seien. Die Arbeiten an der Franz-Josefs-Bahn und an der B14 seien bewusst in die Sommerferien gelegt worden, um notwendige Infrastrukturmaßnahmen effizient umzusetzen und Eingriffe außerhalb der Ferienzeit zu reduzieren. Seit April habe man mit Presseinformationen, Schreiben an Anrainerinnen und Anrainer sowie Beiträgen in Gemeindezeitungen über die Einschränkungen informiert.
- Problem: Irreführende Fahrgastansagen und kein SEV in Weidling
- Folge: Pendlerinnen und Pendler müssen auf die Linie 400 ausweichen, die laut Beschwerden überfüllt ist
- Forderung: Größere Fahrzeuge und Verbesserungen bis Mitte August
Konkrete Änderung: Erweiterung des Ersatzverkehrs ab 17. August
Als Reaktion auf die kritische Lage kündigen die ÖBB eine wesentliche Anpassung an: Ab Montag, 17. August, wird der Schienenersatzverkehr für die S40 bis Klosterneuburg-Weidling verlängert. Diese Maßnahme soll die Situation vor Ort entschärfen, indem Fahrgäste direkt per SEV bedient werden, anstatt ausschließlich auf die Regionalbuslinie 400 angewiesen zu sein.
| Datum | Maßnahme |
|---|---|
| April 2026 | Beginn der Informationsmaßnahmen (Presse, Schreiben, Gemeindezeitungen) |
| Sommerferien 2026 | Geplante Durchführung der Bauarbeiten an Franz-Josefs-Bahn und B14 |
| 17. August 2026 | Verlängerung des Schienenersatzverkehrs bis Klosterneuburg-Weidling |
Die angekündigte Maßnahme dürfte für zahlreiche Pendlerinnen und Pendler eine deutliche Erleichterung bringen: Wer bisher auf die Linie 400 angewiesen war, kann künftig wieder auf einen SEV zurückgreifen. Allerdings bleibt offen, ob damit alle Qualitätsprobleme—etwa die angemessene Kapazität der eingesetzten Fahrzeuge und die Ticketpreistematik zwischen Weidling und Kierling—vollständig gelöst sind. Stadtrat Hehberger verlangt Verbesserungen bis Mitte August; die angekündigte SEV-Verlängerung tritt am 17. August in Kraft.
Für die Menschen in Klosterneuburg bedeutet dies konkret: Kurzfristig ist mit weiterhin eingeschränkter Mobilität und möglichen Verzögerungen zu rechnen, bis der SEV wirksam ausgeweitet ist. Danach ist mit einer Entlastung zu rechnen, sofern Frequenz und Fahrzeuggröße der SEV-Leistungen sowie die Information der Fahrgäste an den Haltestellen den tatsächlichen Bedarf abdecken.