Praktische Naturkunde statt Bildschirmstunden
Viele Kinder der Marktgemeinde wechselten kürzlich den Schulranzen gegen einen Rucksack und erkundeten gemeinsam mit der örtlichen Jagdgesellschaft die Lebensräume rund um das Mistelbacher Forsthaus. Beim Ferienspiel 2026 standen konkrete Beobachtung und anschauliche Informationen im Mittelpunkt: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten Tierstimmen zuordnen, versteckte Präparate entdecken, Spuren suchen und Abwurfstangen finden.
Was die Kinder lernten
Die Waidkameraden erklärten, wie jagdliche Maßnahmen in der Region dazu beitragen, die Natur zu erhalten und Konflikte mit der Landwirtschaft zu reduzieren. Vermittelt wurden unter anderem:
- Wasserstellen als wichtige Versorgung im Sommer
- Notzeitfütterung in der kalten Jahreszeit
- Schutz von Äckern vor Wildschäden
- Anlegen von Ruhezonen für Wildtiere
- Maßnahmen zur Verhinderung von Wildunfällen im Straßenverkehr
- Einblick in die Nutzung von Wild als Lebensmittel
Besuch, Begegnung, Praxis
Ein Programmpunkt war der Besuch der Jagdhütte, wo die Kinder den Alltag der Jägerinnen und Jäger kennenlernen konnten. Die Organisatoren setzten auf Anschauungsmaterialien und Aktionen zum Mitmachen statt bloßem Vortrag. Solche Angebote sollen laut Veranstaltern Verständnis schaffen für die Zusammenhänge zwischen Fauna, Flora und menschlichem Einfluss in der Region.
Abschluss und Information
Zum Abschluss luden die Mistelbacher Jäger die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ihre Begleiter zu Würstel und Getränken ein. Die Jagdgesellschaft verweist auf weiterführende Informationen, Fotos und Berichte zu vergangenen und kommenden Veranstaltungen auf ihrer Internetseite: www.jagdbezirk-mistelbach.at.
Beteiligte vor Ort
Auf einem Foto der Veranstaltung stehen der Jagdleiter Franz Schreiber sowie die Waidkameraden Dr. Alfred Pohl, Thomas „Billy“ Ernst und Paul Biswanger vor dem Forsthaus, zusammen mit den zahlreichen motivierten Mädchen und Burschen.
Bedeutung für den Bezirk
Das Ferienspiel verbindet Umweltbildung für Kinder mit lokalem Engagement der Jagdgesellschaft. Familien erhalten dadurch Einblick in die Aufgaben des Naturschutzes und der Jagd in der Praxis; zugleich werden Gespräche über Naturschutzmaßnahmen, Wildtiermanagement und mögliche Konflikte zwischen Landwirtschaft und Wildtierschutz gefördert. Für Eltern und Bildungseinrichtungen im Bezirk bietet die Veranstaltung eine direkte Möglichkeit, außerschulische Lernorte zu nutzen.
| Schwerpunkt | Ziel |
|---|---|
| Tierstimmen & Spuren | Erkennen und zuordnen |
| Präparate & Anschauung | Konkretes Verständnis für Arten |
| Jagdhütte | Einblick in jagdliche Praxis |