Trendwende 2026: Investitionen und aktive Arbeitsmarktpolitik
Im Bezirk Eferding zeichnet sich laut dem Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) ein positives Bild für 2026 ab. Nach drei Jahren Rezession setzt die Politik auf eine Kombination aus Innovation, Firmeninvestitionen und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, um Beschäftigung zu sichern und dem akuten Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Achleitner besuchte örtliche Betriebe, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Dabei standen insbesondere die Coil Innovation GmbH in Eferding und die Metallbau Schlenhardt GmbH in Alkoven im Mittelpunkt. Beide Unternehmen zeigen, wie Investitionsbereitschaft und unternehmerische Entwicklung Arbeitsplätze erhalten und die lokale Wirtschaft stärken.
Konkrete Zahlen zur Arbeitsmarktlage
| Indikator | Bezirk Eferding |
|---|---|
| Arbeitslosenquote | 3,0 % |
| Oberösterreich Durchschnitt | 5,1 % |
| Derzeit Arbeitssuchende | 488 |
| Gemeldete offene Stellen | 292 |
| Offene Lehrstellen | 24 |
| Lehrstellensuchende | 17 |
Die Arbeitslosenquote von 3 Prozent liegt deutlich unter dem Landesdurchschnitt und wird von Achleitner als Zeichen für nahezu Vollbeschäftigung gewertet. Zugleich zeigen die verfügbaren Zahlen eine Lücke zwischen offenen Stellen und passenden Bewerbern, vor allem bei Lehrstellen.
„Jeder, der in Eferding arbeiten will, findet Arbeit.“
Dieses Zitat von Markus Achleitner bringt die offizielle Einschätzung auf den Punkt. Politisch bedeutet das, dass Maßnahmen nicht allein auf Beschäftigungsförderung, sondern verstärkt auf Qualifizierung und die Gewinnung von Fachkräften abzielen müssen.
Unternehmensentwicklung als Stützpfeiler
Ein Blick in die Firmenentwicklung macht die Dynamik deutlich: Die Coil Innovation GmbH investierte heuer 35 Millionen Euro in Produktion und Entwicklung. Das Unternehmen beschäftigt inzwischen mehr als 200 Mitarbeiter und zählt branchenweit zu den fünf größten Anbietern weltweit. Ebenfalls positiv ist die Entwicklung bei Metallbau Schlenhardt, dessen Betriebsflächen sich seit 2004 mehr als verdoppelt haben.
- Hohe Investitionen stärken regionale Produktionskapazitäten.
- Wachstum schafft Arbeitsplätze, erhöht aber auch den Bedarf an qualifiziertem Personal.
- Lehrstellensituation zeigt Bedarf an gezielter Ausbildungsoffensive.
Was das für Menschen und Betriebe im Bezirk bedeutet
Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeutet die Lage: gute Chancen auf eine Anstellung, aber je nach Qualifikation können einzelne Stellen schwerer zu besetzen sein. Für Betriebe heißt das: Weiterbildungsangebote nutzen, verstärkt in Ausbildung investieren und neue Rekrutierungswege erschließen. Für die öffentliche Hand sind gezielte Programme zur Umschulung, Lehrlingsakquise und die Förderung von Innovation (etwa KI-Anwendungen zur Effizienzsteigerung) zentrale Instrumente.
Die Kombination aus lokalen Investitionen, betrieblicher Entwicklungsdynamik und einer aktiven Arbeitsmarktpolitik soll laut Achleitner die Grundlage für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung im Bezirk Eferding legen. Ob sich daraus eine nachhaltige Trendwende ergibt, hängt wesentlich davon ab, ob die Qualifikationen der Arbeitsuchenden mit den Bedürfnissen der expandierenden Betriebe in Einklang gebracht werden können.