Serie von Überweisungen nach Kontakt über soziale Medien
Ein 64-jähriger Mann aus dem Bezirk Klagenfurt-Land wurde Opfer einer längeren Internetbetrugsmasche. Nach Angaben der Polizei begann der Fall bereits im Herbst 2025, als der Mann über soziale Medien mit einer bislang unbekannten Person in Kontakt trat. Diese gewann zunächst das Vertrauen des Opfers und lockte ihn daraufhin mit vermeintlichen Investitionsmöglichkeiten.
Im Verlauf der Kontaktaufnahme veranlasste der Täter den Mann, insgesamt vierzehn Überweisungen auf verschiedene Konten vorzunehmen. Erst als das Opfer eine Auszahlung verlangte, brach der Kontakt ab. Ende Juni 2026 kam es zu einem weiteren Kontaktversuch durch Unbekannte, die sich als Anwalt ausgaben und angebliche Notarkosten einforderten; auch diese Zahlung tätigte der Mann.
"Dazu tätigte das Opfer insgesamt vierzehn Überweisungen auf diverse Konten."
Erkennen des Betrugs und Anzeige
Als schließlich noch Überweisungen für angebliche Verfahrenskosten bei einem zypriotischen Gericht verlangt wurden, schöpfte das Opfer Verdacht und erstattete Anzeige. Die Polizei beziffert den Gesamtschaden als im unteren sechsstelligen Euro Bereich. Die Täter sind bisher noch unbekannt.
Konsequenzen und Hinweise für Betroffene
Der Fall zeigt typische Elemente moderner Internetbetrugsmaschen: Anbahnung über soziale Medien, Aufbau von Vertrauen, Forderung nach Zahlungen an verschiedene Konten sowie die Einbindung vermeintlicher Dritter (hier: angeblicher Anwalt, Notarkosten, ausländisches Gericht). Für die Bevölkerung im Bezirk hat das mehrere praktische Folgen:
- Vorsicht bei unbekannten Kontakten in sozialen Netzwerken, insbesondere wenn finanzielle Angebote folgen.
- Keine Überweisungen an fremde Konten ohne unabhängige Prüfung.
- Bei Aufforderungen zu angeblichen Vorabkosten (Notar, Gericht, Anwalt) skeptisch bleiben und direkt bei offiziellen Stellen nachfragen.
Opfer sollten umgehend Anzeige erstatten und ihre Bank kontaktieren, um mögliche Rückholmaßnahmen zu prüfen. Es ist außerdem ratsam, den Kontakt zu dokumentieren (Screenshots, Chatverläufe) und keine weiteren Zahlungen zu leisten.
Tabelle: Ablauf in Kurzform
| Zeitraum | Ereignis |
|---|---|
| Herbst 2025 | Erstkontakt über soziale Medien; Aufbau von Vertrauen |
| Laufend danach | Insgesamt 14 Überweisungen auf diverse Konten |
| Ende Juni 2026 | Kontakt durch angeblichen Anwalt; weitere Überweisung für Notarkosten |
| Nachfolgend | Forderung für Verfahrenskosten bei zypriotischem Gericht; Anzeige erstattet |
Die Polizei ermittelt. Bislang wurden keine Täter identifiziert. Für die Menschen im Bezirk unterstreicht dieser Fall die Bedeutung von Aufklärung zu digitalen Betrugsformen: Ältere Personen sind häufig Zielscheibe, da Täter gezielt Vertrauen aufbauen und Drucksituationen schaffen, die zu schnellen finanziellen Entscheidungen führen.
Weitere Informationen und Warnhinweise bieten die örtlichen Sicherheitsbehörden sowie Beratungsstellen für Betrugsopfer. Bei Verdacht sollten Betroffene sofort die Polizei kontaktieren.