In der Gemeinde Hoi Thinh nimmt die Verbindung von Kultur und Sport eine tragende Rolle im öffentlichen Leben ein. Unter der Leitung der örtlichen Behörden wurden Infrastruktur und Programmangebot so abgestimmt, dass die Einrichtungen nicht länger nur formale Versammlungsorte sind, sondern zu multifunktionalen Treffpunkten avanciert sind, die Gesundheit, Austausch und Gemeinschaftssinn fördern.
Infrastruktur und Nutzung – Zahlen und Fakten
Nach Angaben der Gemeindeverwaltung gibt es in allen Dörfern Kulturzentren; knapp darunter liegen die Sportplätze, die in fast allen Siedlungen regelmäßig genutzt werden. Diese räumliche Dichte schafft die Voraussetzung für eine Vielzahl regelmäßiger Aktivitäten, von körperlicher Betätigung im Freien bis zu kulturellen Veranstaltungen.
| Indikator | Anzahl |
|---|---|
| Dörfer mit Kulturzentren | 28 |
| Dörfer mit aktiv genutzten Sportplätzen | 27 |
| Kommunale Kultur- und Sportzentren | 4 |
Alltag in den Dörfern
Im Dorf Phu Ninh etwa hat sich der Innenhof des Kulturzentrums zu einem lebendigen Ort entwickelt: Nachmittags füllen Senioren die Flächen für Tai Chi, Jugendliche treffen sich zum Fußball, Frauen spielen Volleyball und Kinder nutzen das Gelände zum Toben. Diese vielfältige Nutzung spiegelt einen Wandel wider: Die Zentren erfüllen nun soziale, sportliche und kulturelle Funktionen zugleich und bieten mehrere Generationen Raum für Begegnung.
Organisation und Pflege
Die Gemeindeverwaltung verfolgt einen zweigleisigen Ansatz: Neben Investitionen in bauliche Infrastruktur werden Programme und Veranstaltungen organisiert, die die lokale Teilhabe stärken. Die Verantwortung für den Betrieb und die Instandhaltung teilen die Bewohnerinnen und Bewohner: Regelmäßige Reinigungs- und Verschönerungsaktionen sorgen dafür, dass die Anlagen gepflegt bleiben und den Bedürfnissen der Gemeinschaft entsprechen.
„Nach der Einführung des zweistufigen Kommunalverwaltungsmodells überprüft und fördert die Gemeinde kontinuierlich die Effektivität der bestehenden Kultur- und Sporteinrichtungen. Dabei konzentriert sie sich nicht nur auf Investitionen in die Infrastruktur, sondern organisiert auch zahlreiche Aktivitäten zur Bereicherung des kulturellen Lebens an der Basis.“
Dieses Selbstverständnis der Verwaltung unterstreicht die Absicht, Kultur- und Sportangebot nicht als Luxus, sondern als integralen Bestandteil gemeindlicher Entwicklung zu begreifen. Der regelmäßige Betrieb der Anlagen wird zudem durch lokale Organisationen und Initiativen unterstützt, die Programme für Breitensportwettkämpfe, kulturelle Austausche und weitere Veranstaltungen anbieten.
„Das Kulturzentrum und der Sportplatz des Dorfes werden mittlerweile regelmäßig genutzt. Neben Versammlungen finden hier auch kulturelle Austausche, Breitensportwettkämpfe und Aktivitäten verschiedener Organisationen statt. Dadurch haben die Menschen mehr Möglichkeiten, sich zu treffen und auszutauschen, und der Zusammenhalt in der Gemeinschaft wird immer stärker.“
Für eine Gemeinde wie Hoi Thinh bedeutet dies mehr als belebte Plätze: Es ist ein Beitrag zur öffentlichen Gesundheit, zur Prävention von Isolation und zur Pflege sozialer Bindungen. Die Kombination aus physischer Infrastruktur, organisiertem Angebot und aktivem bürgerschaftlichem Engagement zeichnet ein Modell, das auch für andere Gemeinden von Interesse sein kann.
- Breitenwirkung: Kultur- und Sportstätten werden von allen Altersgruppen genutzt.
- Instandhaltung: Regelmäßige Pflege durch Bewohner:innen sichert langfristige Nutzbarkeit.
- Kommunale Strategie: Infrastrukturinvestitionen und Veranstaltungsangebote ergänzen sich.
Obwohl es sich um eine lokale Initiative handelt, lässt sich an Hoi Thinh ablesen, wie Kulturpolitik vor Ort direkt zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts beitragen kann. Die sichtbare Belebung der Zentren ist ein Indikator dafür, dass gut platzierte Investitionen und ein aktives zivilgesellschaftliches Engagement synergetisch wirken — zum Nutzen von Gesundheit, kulturellem Austausch und nachbarschaftlicher Solidarität.