Die extreme Hitze kehrt in großen Teilen Österreichs zurück: Laut aktueller Prognose der Wetterplattform Geosphere steigen die Tageshöchstwerte ab Montag wieder auf über 35 °C, regional sind bis zu 36 °C möglich, am wärmsten bleibt es im Osten des Landes. Damit setzt sich eine der heftigsten Hitzewellen der jüngeren Vergangenheit fort.
“stärksten Hitzewelle, die wir je hatten”
Wetterlage und Aussichten
Nach einer kurzen Entspannung bleiben die Bedingungen für anhaltende Hitze erhalten: Während örtliche Gewitter tagsüber nicht ausgeschlossen sind, baut sich ab Dienstag im Ostalpenraum erneut ein stabiler Hochdruckeinfluss auf. Das kommende Wochenende wird überwiegend sonnig erwartet, in Berg- und Hügelland sind jedoch punktuell Schauer und Gewitter möglich, im Süden häufiger.
Konsequenzen vor Ort: Waldbrand bei St. Egyden
Der großflächige Waldbrand im Föhrenwald bei St. Egyden am Steinfeld, der am Mittwoch ausbrach und eine Fläche von rund 100 Hektar erfasste, gilt inzwischen als weitgehend unter Kontrolle. Dennoch sind die Nachlöscharbeiten umfangreich: Am Donnerstag standen rund 250 Feuerwehrmitglieder im Einsatz, unterstützt von mehreren Hubschraubern, um verbleibende Glutnester zu bekämpfen. Der Einsatz sollte bis zum Abend andauern.
Bei dem Brand wurden insgesamt sechs Feuerwehrleute verletzt: Drei erlitten Verbrennungen, drei weitere eine Rauchgasvergiftung. Behörden und Einsatzleitungen betonen weiterhin Vorsicht in betroffenen Gebieten; Sperren und Sicherheitszonen können je nach Lage kurzfristig verhängt werden.
Weitere wetterbedingte Vorfälle
Parallel zur Hitze im Osten traten im Westen des Landes Unwetter auf. In der Tiroler Gemeinde Zirl kam es infolge schwerer Niederschläge zu Verunreinigungen des Trinkwassers. Die Gemeindeverwaltung veröffentlichte eine dringende Abkochanordnung: Leitungswasser soll vor dem Trinken oder der Zubereitung von Getränken mindestens drei Minuten sprudelnd gekocht werden. Für Körperpflege bleibt das Wasser vorerst nutzbar. Proben wurden entnommen, Ergebnisse stehen noch aus; die Bevölkerung wird informiert, sobald Laborbefunde vorliegen.
Praktische Hinweise und Sicherheitstipps
- Bei anhaltender Hitze Innenräume kühl halten, direkte Sonne meiden und ausreichend Flüssigkeit zuführen.
- Bei Waldbrandwarnungen Absperrungen beachten, Anweisungen der Einsatzkräfte folgen und Brandherde nicht betreten.
- In betroffenen Gemeinden (z. B. Zirl) Leitungswasser vor dem Trinken abkochen und auf amtliche Warnhinweise achten.
- Bei körperlicher Belastung im Freien Pausen einplanen und hitzebedingte Symptome ernst nehmen; bei Atemwegsbeschwerden ärztliche Hilfe suchen.
Tabellarische Kurzübersicht
| Parameter | Wert / Ort |
|---|---|
| Erwartete Höchstwerte | >35 °C, lokal bis 36 °C (Osten) |
| Großbrand | Föhrenwald bei St. Egyden am Steinfeld — rund 100 ha |
| Einsatzkräfte | ~250 Feuerwehrmitglieder, mehrere Hubschrauber |
| Verletzte | 6 Feuerwehrleute (3 Verbrennungen, 3 Rauchgasvergiftungen) |
| Trinkwasserwarnung | Zirl (Tirol) — Abkochgebot, 3 Minuten sprudelnd kochen |
Die Kombination aus Hitzestress und erhöhter Brandgefahr erfordert erhöhte Aufmerksamkeit: Für Einsatzkräfte und Bevölkerung bleibt die Lage dynamisch, lokale Maßnahmen und Hinweise der Behörden sind zu befolgen.