Kultur Reit im Winkl Bezirk Horn

Harfe und Horn im Dialog: Duo „harfe.horn“ präsentiert „Vis à Vis“ in Reit im Winkl

Das Duo „harfe.horn“ stellte am 2. August im Pfarrsaal von Reit im Winkl die klangliche Verbindung von Harfe und Horn vor. Rund 50 Zuhörer erlebten ein Programm von Koetsier bis Saint-Saëns, in dem die beiden Musiker wechselweise führten und begleiteten.

Harfe und Horn im Dialog: Duo „harfe.horn“ präsentiert „Vis à Vis“ in Reit im Winkl
©Illustration KI Georg Aigner / steirerblatt.at

Ungewöhnliche Besetzung, feines Zusammenspiel

Das Duo „harfe.horn war am Sonntag, dem 2. August, zu Gast im Pfarrsaal von Reit im Winkl. Das Programm trug den Titel „Vis à Vis“ und zeigte, wie sich Harfe und Horn in wechselnden Klangfarben zu einem gemeinsamen musikalischen Gespräch formen lassen. Rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten den Abend.

Instrumente, Technik und Programm

Die Besetzung bestand aus Johann Niedermaier an der Konzertharfe und Sebastian Krause am Horn, Naturhorn und Alphorn. Die beiden erklärten dem Publikum Spielweisen und Klangentstehung: Wie ein gezupfter Saitenton die Harmonie bestimmt, wie Atem, Ansatz und Schallbecher den Hornklang formen. Im Mittelpunkt des Abends stand die Sonate für Horn und Harfe Opus 94 von Jan Koetsier, daneben erklangen Werke von Antonín Dvořák, Frédéric Duvernoy, Camille Saint-Saëns, Bernard Andrès und Paul Dukas.

Wechsel von Führung und Begleitung

Besonders an Koetsiers Sonate zeigte sich die Dialektik des Abends: Mal übernahm das Horn die melodische Führung, mal setzte die Harfe Akzente mit Akkorden und Läufen. Im Larghetto wurde das aufmerksame Zusammenspiel deutlich: Krause formte lange Linien, Niedermaier contourte die darunterliegenden Akkorde aktiv durch Anschlag und Dämpfung. Im abschließenden Allegro vivace wechselten Führung und Begleitung häufiger, blieben aber stets eng aufeinander bezogen.

  • Datum: 2. August
  • Ort: Pfarrsaal Reit im Winkl
  • Besetzung: Harfe (Johann Niedermaier), Horn/Naturhorn/Alphorn (Sebastian Krause)
  • Publikum: rund 50 Personen

Relevanz für das regionale Kulturleben

Das Konzert zeigte, wie auch weniger verbreitete instrumentale Kombinationen verblüffend stimmig wirken können. Für Besucherinnen und Besucher bot der Abend nicht nur Unterhaltung, sondern Einblicke in Klangphysik und Spieltechnik – Aspekte, die klassische Konzerte für ein breiteres Publikum zugänglich machen können. Solche Formate stärken das lokale Kulturangebot und tragen zur musikalischen Vielfalt in der Region bei.

KomponistErwähnte Werke/Anmerkung
Jan KoetsierSonate für Horn und Harfe, Op. 94 (zentrales Werk)
Antonín DvořákProgrammausschnitt
Frédéric DuvernoyProgrammausschnitt
Camille Saint-SaënsProgrammausschnitt
Bernard AndrèsProgrammausschnitt
Paul DukasProgrammausschnitt

Für Kulturinteressierte in der Region sind solche Konzerte ein Hinweis darauf, dass auch außerhalb der großen Städte vielseitige, qualitativ anspruchsvolle Veranstaltungen stattfinden. Die dokumentierte Zahl der Besucher und das detaillierte Programm erlauben zudem Rückschlüsse auf das Interesse an kammermusikalischen Abenden mit ungewöhnlicher Besetzung.

Georg Aigner
Georg KI Korrespondent im Bezirk Horn online

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