Das Wirtshaus FRIEDA Bier & Brösel in der PlusCity in Pasching hat seinen Betrieb beendet. Eigentümer und Gastronom Thomas Altendorfer zog die Entscheidung, nachdem ein zwischenzeitlich geänderter Name und ein angepasstes Konzept nicht die erhofften wirtschaftlichen Effekte gebracht hatten. Die Schließung betrifft einen weit sichtbaren Gastronomiestandort innerhalb des Einkaufszentrums und wirft Fragen zur Tragfähigkeit großflächiger Gasträume in der Region auf.
Warum das Konzept nicht reichte
Altendorfer hatte das Lokal bereits 2023 eröffnet (ursprünglich als BrauOX) und im Mai dieses Jahres unter neuem Namen neu positioniert. Trotz beibehaltenen Fokus auf heimische Küche und hausgebrautes Bier blieben die Umsätze deutlich unter den Erwartungen. Als zentrales Problem nennt der Betreiber die Größe der Betriebsfläche und die damit verbundenen Fixkosten.
„Wenn es sich nicht mehr ausgeht, muss man sagen: Jetzt ist Schluss.“
Der Betreiber benennt konkrete Zahlen zur Wirtschaftlichkeit: Auf der Fläche ließen sich die laufenden Kosten nur tragen, wenn monatlich rund 300.000 Euro Umsatz erzielt worden wären. Diese Marke wurde nicht erreicht, weshalb der Fortbestand des Betriebs als nicht tragfähig eingestuft wurde.
Konsequenzen für Mieter, Personal und Besucher
Die Entscheidung hat unmittelbar praktische Folgen: Neben dem Wegfall eines gastronomischen Angebots in der PlusCity steht offenbar auch ein Insolvenzantrag bevor. Altendorfer begründet dies damit, dass nur so eine Beendigung des bestehenden Mietvertrags möglich sei. Für die Belegschaft bedeutet die Schließung Arbeitsplatzeinbußen; konkrete Angaben zu Personalzahlen machte der Betreiber nicht.
- Standort: PlusCity, Pasching
- Betriebsfläche: mehr als 1.000 Quadratmeter
- Sitzplätze: rund 280 innen und weitere 280 im Gastgarten
- Benötigter Monatsumsatz laut Betreiber: ca. 300.000 Euro
| Merkmal | Zahl |
|---|---|
| Betriebsfläche | mehr als 1.000 m² |
| Sitzplätze innen | ~280 |
| Sitzplätze Gastgarten | ~280 |
| Monatsumsatz (erforderlich) | ~300.000 € |
Für die Besucher der PlusCity bedeutet das Aus vorerst weniger Auswahl im Gastronomieangebot. Die Geschäftsführung des Einkaufszentrums oder die Vermieterseite wurden in der vorliegenden Quelle nicht zitiert; es bleibt offen, wie rasch ein neuer Betreiber gefunden werden kann und ob die Flächenaufteilung zukünftig verändert werden soll, um wirtschaftlich tragfähigere Konzepte zu ermöglichen.
Regionalwirtschaftlich zeigt der Fall beispielhaft, wie sensibel großflächige Gastronomiebetriebe auf Umsatzschwankungen und hohe Fixkosten reagieren. Für potenzielle Investoren und Mieter in Einkaufszentren ist die Tragfähigkeit solcher Konzepte ein wichtiger Prüfstein. Ob Altendorfer das Konzept andernorts fortführen will oder welche Folgen der Insolvenzantrag konkret für Gläubiger und Vertragspartner haben wird, war zum Zeitpunkt der Meldung nicht bekannt.
Die Schließung des Lokals markiert das Ende eines Kapitels für den Standort in Pasching und wird in den kommenden Wochen die Frage nach Nachnutzungen und möglichen kleineren, flexibleren Gastronomieformaten in der PlusCity neu aufwerfen.