Starker Andrang in der Steyrer Altstadt
Die Second-Hand-Boutique Heidelbeere in der Enge hat sich innerhalb weniger Monate als fixe Adresse für gebrauchte Markenbekleidung in Steyr etabliert. In den ersten vier Monaten nach der Eröffnung in den Räumen des ehemaligen Traditionsgeschäfts Haubeneder bearbeiteten die Betreiber bereits mehr als 7.000 Kleidungsstücke und Accessoires und verzeichneten über 400 Verkäufer, die Ware zur Kommission abgegeben haben.
Sortiment, Umfang und Abgabe
Auf rund 150 Quadratmetern präsentiert das Geschäft eine Bandbreite von Alltagsstücken bis zu Designerwaren – von Lederjacken über Jeans und Blusen bis zu Sportschuhen und Sonnenbrillen. Laut den Betreibern stammen die Kundinnen und Kunden nicht nur aus Steyr, sondern auch aus dem Umland: „Die Leute kommen von Wels bis Amstetten und von Linz bis Weyer zu uns“, heißt es aus dem Laden.
- Angebot: Markenmode gebraucht, intakt und geprüft
- Fläche: etwa 150 m²
- Verkäufer: über 400 Personen haben Ware eingebracht
- Vermarktete Stücke: mehr als 7.000 Teile
Vergütung und Betriebsablauf
Die Heidelbeere arbeitet nach einem Kommissionsmodell: Verkäuferinnen und Verkäufer erhalten 33 Prozent des Verkaufspreises ausgezahlt, sobald ein Stück verkauft ist. Die Betreiber haben wegen des starken Zulaufs inzwischen eine Praktikantin für das Tagesgeschäft eingebunden, um die stetig anfallenden Aufgaben wie Sortierung, Preisauszeichnung und Präsentation der Waren zu bewältigen.
„Der Zuspruch der Verkäufer überwältigt uns nach wie vor,“ sagte Mitbetreiber Peter Wiesinger.
Bedeutung für Stadt und Bildungseinrichtungen
Die Heidelbeere bleibt nicht nur ein Geschäft für Second-Hand-Kundschaft: Schulen und Hochschulen interessieren sich für das Konzept. Eine Schulklasse der Handelsakademie plant im kommenden Schuljahr ein Projekt zur Nachhaltigkeit bei Kleidung, und ein Studiengang der FH Steyr will das Geschäftsmodell analysieren, um Ideen für die Nutzung des gesamten Hauses zu entwickeln. Solche Kooperationen können lokale Bildungsangebote mit praktischen Wirtschaftserfahrungen verbinden und zugleich das Bewusstsein für Kreislaufwirtschaft stärken.
Was das für Konsumentinnen und Verkäufer in Steyr bedeutet
Für Menschen in Steyr und Umgebung bietet die Heidelbeere mehrere konkrete Vorteile: Verkäuferinnen und Verkäufer erhalten eine unkomplizierte Möglichkeit, nicht mehr benötigte, gut erhaltene Sachen zu veräußern; Käuferinnen und Käufer finden qualitativ hochwertige Markenware zu günstigeren Preisen; und die lokale Innenstadt profitiert von Frequenz, da Kundschaft aus dem Umland die Altstadt ansteuert. Gleichzeitig wird durch die Förderung von Wiederverwendung ein Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet.
| Kriterium | Angabe |
|---|---|
| Verkaufte/kommissionierte Teile | 7.000+ |
| Anzahl Verkäufer | 400+ |
| Shopfläche | 150 m² |
| Auszahlung an Verkäufer | 33 % des Verkaufspreises |
Für Interessierte gilt derzeit: Die Annahme konzentriert sich aktuell auf Herbst- und Winterbekleidung. Wer verkaufen möchte, sollte darauf achten, dass die Stücke sauber und intakt sind und den Markencharakter erkennbar bewahren. Für Konsumentinnen empfiehlt sich zeitiges Kommen, da beliebte Stücke schnell vergriffen sind – das Premierenaufkommen deutet auf anhaltend hohe Nachfrage hin.
Die Entwicklung zeigt, wie sich lokale Einzelhandelspätze neu positionieren: Durch ein klares Dienstleistungsangebot rund um gebrauchte Mode und durch Kooperationen mit Bildungsinstitutionen kann ein einzelnes Geschäft zu einem Knotenpunkt für Nachhaltigkeit, Handel und Stadtbelebung werden.