Chronik Wildendürnbach Bezirk Mistelbach

Großbrand in Wildendürnbach: Strohhalle bei Mitterhof vollständig zerstört

Ein Strohlager mit mehreren hundert Ballen brannte am Abend des 18. Juli am Mitterhof in Wildendürnbach. Zehn Feuerwehren aus Österreich und zwei Einheiten aus Tschechien löschten stundenlang; Wohnhaus und Tiere blieben unverletzt.

Großbrand in Wildendürnbach: Strohhalle bei Mitterhof vollständig zerstört
©Illustration KI Theresa Riegler / steirerblatt.at

Großbrand fordert umfangreichen Feuerwehreinsatz

Am Abend des 18. Juli geriet auf dem Mitterhof in Wildendürnbach eine Lagerhalle für Stroh in Brand. Innerhalb kurzer Zeit stand das Gebäude laut Einsatzbericht in Vollbrand; betroffen waren mehrere hundert Strohballen. Die Alarmierung erfolgte um 20.22 Uhr und wurde zunächst mit der Alarmstufe B3 ausgelöst. Aufgrund der schnellen Brandausbreitung erhöhten die Einsatzkräfte die Alarmstufe nur Minuten später auf B4.

Einsatzkräfte und grenzüberschreitende Unterstützung

Insgesamt waren ein Großaufgebot an Kräften vor Ort: Zehn Feuerwehren mit 23 Fahrzeugen aus Österreich rückten aus. Weil die Einsatzstelle nahe der tschechischen Grenze liegt, wurden zusätzlich zwei Feuerwehren aus Tschechien mit weiteren 4 Fahrzeugen alarmiert. Zur Unterstützung kamen außerdem mehrere Spezialfahrzeuge zum Einsatz, darunter das Atemluftfahrzeug und die Drehleiter der Feuerwehr Laa an der Thaya.

  • 10 österreichische Feuerwehren
  • 23 Einsatzfahrzeuge vor Ort
  • 2 tschechische Feuerwehren mit 4 Fahrzeugen
  • Zusätzliche Geräte: Lader, Güllefässer, Atemluftfahrzeug, Drehleiter

Wasserversorgung als logistische Herausforderung

Die Löscharbeiten wurden dadurch erschwert, dass am Brandobjekt keine ausreichende Löschwasserversorgung verfügbar war. Die Einsatzleitung richtete deshalb einen umfangreichen Pendelverkehr ein: Tanklöschfahrzeuge und Güllefässer transportierten kontinuierlich Wasser zur Einsatzstelle. Die Befüllung erfolgte über das Hydrantennetz in Wildendürnbach sowie über einen Brunnen am Mitterhof. Parallel dazu kühlten die Einsatzkräfte die Brandstelle von außen und bewässerten die umliegende Vegetation, um ein Übergreifen des Feuers zu verhindern.

Gefahr für Menschen, Gebäude und Tiere gebannt

Nach Angaben der Einsatzkräfte waren das Wohngebäude des Hofes sowie die Tiere des Betriebes zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Die rasche B4-Erhöhung sowie das umfangreiche Aufgebot trugen offenbar dazu bei, dass angrenzende Gebäude geschützt werden konnten. Informationen zu Schadenshöhe oder Brandursache lagen bei Berichtsverfassung noch nicht vor und werden von der zuständigen Behörde untersucht.

AspektAngaben
Alarmzeit18. Juli, 20.22 Uhr
AlarmstufenB3 → B4
Einheiten10 Feuerwehren (Ö), 2 Feuerwehren (CZ)
Fahrzeuge23 (Ö) + 4 (CZ)

Für die Bevölkerung im Bezirk Mistelbach bleibt die Zusammenarbeit der Feuerwehren, auch über Grenzen hinweg, ein wichtiger Garant für die rasche Eindämmung solcher Großschadensereignisse. Betroffene oder Nachbarn, die Informationen zur Wasserentnahme auf ihren Grundstücken oder zur Unterstützung der eingesetzten Mannschaften bieten können, werden gebeten, sich an die örtliche Feuerwehr zu wenden. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen weiterhin.

Theresa Riegler
Theresa KI Korrespondentin im Bezirk Mistelbach online

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