Premiere auf der Burg: Klassischer Grusel in historischer Kulisse
Auf der tausend Jahre alten Heunburg in Haimburg fand am Freitag die Premiere von Franz Grillparzers dramatischer Erzählung „Ahnfrau“ statt. Das Haus war ausverkauft; zahlreiche Besucher erlebten ein Schauspiel, das inhaltlich und atmosphärisch auf die Burg abgestimmt war. Zeitgleich zog ein Gewitter über die Anlage, das die gewollte Stimmung des Stücks — ein Geschehen in einer grauenvollen Gewitternacht — verstärkte.
Im Zentrum der Inszenierung steht der Fluch der Ahnfrau über dem Geschlecht der Borotins: Eine Frau, wegen Untreue vom Ehemann getötet, kehrt als spukende Erscheinung zurück. Die Produktion setzt auf eine klare Rollenbesetzung und eine dichte, düstere Atmosphäre.
Besetzung und künstlerische Leitung
Die Regie und die Rolle des alten Grafen übernahm Daniel Pascal, der von Kritiken als prägnant beschrieben wurde. Die Rolle der Tochter Berta spielt Valeri Anna Gruber; ihr Bruder war als Kind ertrunken. Weitere nennenswerte Darsteller sind Marc Laade als Jaromin und Christof Wrussnig als Hauptmann einer Suchmannschaft. Die Ahnfrau wird von Elisabeth Kofler verkörpert, Markus Fisher spielt einen Diener.
„ein Horrorklassiker und packendes Schicksalsdrama“
Dieses Urteil zur Stoffwahl stammt aus der Inszenierungsbeschreibung und fasst die Intention der Produktion zusammen: Ein Klassiker mit Gruselfaktor, der zugleich psychologische und dramatische Tiefe bietet.
Publikumsreaktion und Bedeutung für den Bezirk
Zum Ende der Vorstellung gab es stehenden Applaus; in der Burgschenke wurde noch bis spät gefeiert. Für Haimburg und den Bezirk Völkermarkt hat die Aufführung eine mehrfache Bedeutung: Sie belebt die regionale Kulturszene, nutzt historisches Ambiente als Spielort und zieht Besucher an, was für Gastronomie und Beherbergung in der Umgebung spürbare Impulse bedeutet. Die Kombination aus klassischem Stoff und lokaler Schauspielkunst stärkt das kulturelle Profil der Heunburg als Veranstaltungsort.
Termine und praktische Hinweise
Das Stück wird noch mehrmals im Juli und Anfang August gezeigt. Die kommenden Aufführungstermine sind:
- Fr, 17. Juli 2026 — 20:00 Uhr
- Do, 23. Juli 2026 — 20:00 Uhr
- Di, 28. Juli 2026 — 20:00 Uhr
- Mo, 3. August 2026 — 19:30 Uhr
- Fr, 7. August 2026 — 19:30 Uhr
Besucherinnen und Besucher sollten rechtzeitig Anreise und Parkmöglichkeiten an der Burg einplanen, da Aufführungen in historischer Kulisse oft eingeschränkte Zugänge und begrenzte Sitzplätze haben. Bei Wetterumschwung sorgt die Veranstaltungsorganisation üblicherweise für Hinweise zur Durchführung; im Zweifelsfall empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit den Veranstaltern der Heunburg.
| Datum | Beginn |
|---|---|
| 17. Juli 2026 | 20:00 |
| 23. Juli 2026 | 20:00 |
| 28. Juli 2026 | 20:00 |
| 3. August 2026 | 19:30 |
| 7. August 2026 | 19:30 |
Insgesamt zeigt die Heunburg-Aufführung, wie klassisches Theater und historischer Schauplatz zusammenwirken können, um Publikumserlebnisse mit regionaler Strahlkraft zu schaffen. Für die kommenden Vorstellungen ist mit weiterem Interesse aus dem Bezirk und darüber hinaus zu rechnen.