Beim WTA-125-Turnier in Kitzbühel hat sich die als Nummer 4 gesetzte Julia Grabher am Mittwoch für das Viertelfinale qualifiziert. Die 30-jährige Vorarlbergerin bezwang im ÖTV-internen Duell die 19-jährige Wildcard-Inhaberin Ekaterina Perelygina mit 7:5, 6:3 und zog damit in die Runde der letzten Acht ein.
Rückstand gedreht – Routine setzte sich durch
Grabher geriet früh in Rückstand und lag rasch mit 0:4 hinten. Nach einer zunächst schwierigen Phase konnte sie jedoch Boden gutmachen: Perelygina gelang zwar ein Rebreak zum 4:2, doch Grabher drehte das Match und holte sich den ersten Durchgang mit 7:5. Im zweiten Satz riss bei der Außenseiterin laut Spielverlauf der Faden, Grabher zog auf 4:0 davon und verwertete nach insgesamt 1:34 Stunden ihren ersten Matchball zum 6:3.
„Ich bin megahappy, dass ich durch bin. Sie ist super gestartet, ich bin nicht ins Spiel reingekommen. Ich hab versucht, dranzubleiben. Dann habe ich meine Chancen genutzt, das war wichtig. Es war ein schweres Match. Wir trainieren immer wieder in der Südstadt und kennen uns sehr gut“,
so Grabher nach dem Sieg. Das Zitat unterstreicht die sportliche Bedeutung der Partie: Bekanntschaft und gemeinsames Training prägen das Duell zweier österreichischer Spielerinnen und machen die Begegnung zu einem Generationenduell.
Ausblick und Bedeutung für Kitzbühel
Im Viertelfinale am Freitag trifft Grabher entweder auf die Slowenin Polona Hercog oder die Belgierin Jeline Vandromme (Setznummer 7). Für das Turnier in Kitzbühel, das als WTA-125 mit einem Preisgeld von 100.000 Euro und auf Sand gespielt wird, ist der Erfolg einer gesetzten Österreicherin ein zusätzlicher Publikumsmagnet.
- Spielerin: Julia Grabher (AUT), gesetzt Nr. 4
- Gegnerin: Ekaterina Perelygina (AUT), Wildcard
- Ergebnis: 7:5, 6:3
- Dauer: 1:34 Stunden
- Nächste Runde: Freitag, Gegnerin noch offen
Für den Bezirk Kitzbühel bedeutet der Turnierverlauf verstärkte Aufmerksamkeit für den Tennissport vor Ort: Die Platzierungen heimischer Spielerinnen können Zuschauerzahlen, lokale Gastronomie und das mediale Interesse erhöhen. Zudem bietet das Turnier für heimische Nachwuchsspielerinnen wie Sinja Kraus, ebenfalls noch im Bewerb, Vorbilder und die Chance auf wertvolle internationale Erfahrung.
| Turnier | Ort | Belag | Preisgeld |
|---|---|---|---|
| WTA-125 | Kitzbühel | Sand | 100.000 Euro |
Die verbleibenden österreichischen Anwärterinnen im Einzelbewerb sorgen weiter für Lokalinteresse: Neben Grabher ist mit Sinja Kraus (gesetzt Nr. 2) noch eine weitere Österreicherin dabei; Kraus trifft im zweiten Match der kommenden Runde auf die Deutsche Eva Bennemann (Spielbeginn 10:50 Uhr, live in ORF1).
Für Besucherinnen und Besucher des Turniers heißt das: Freitag werden erneut starke Leistungen erwartet, und lokale Tennisfans können sich auf hochklassige Matches auf Sand freuen. Die Fortsetzung des Bewerbs entscheidet, ob Grabher ihre Favoritenrolle bestätigt oder ob eine der Herausforderinnen für die nächste Überraschung sorgt.