In St. Georgen bei Grieskirchen kam es binnen kurzer Zeit zu mehreren Wildunfällen: Innerhalb von nur zehn Tagen wurden laut Bericht bereits fünf Rehe von Fahrzeugen erfasst. Der örtliche Jagdleiter Friedrich Pöttinger spricht von vermeidbarem Leiden der Tiere und appelliert an die Bevölkerung, Wildunfälle unverzüglich zu melden.
Unmeldung führt zu unnötigem Tierleid
Pöttinger kritisiert, dass Unfalllenker häufig nicht anhalten oder die Kollisionen nicht zur Anzeige bringen. Nach seiner Darstellung erschwert das die Rettung verletzter Tiere: In einem geschilderten Fall schleppte sich ein angefahrener Rehbock aus einem Maisfeld über die Straße Richtung Bach, bevor ein Landwirt das Tier entdeckte. Pöttinger musste das Tier schließlich erlösen.
„Es ist unendliches Tierleid, das wirklich nicht sein muss“,
Der Jagdleiter verweist auf die Rechtslage: Nach der Straßenverkehrsordnung sind Personen verpflichtet, einen Wildunfall unverzüglich bei der Polizei oder beim zuständigen Jäger zu melden. Pöttinger betont, dass Melden keine nachteiligen Folgen für die Unfalllenker habe:
„Viele haben Angst vor Konsequenzen, aber es passiert dem Lenker nichts. Wir Jäger sind vor Ort und kümmern uns um das verletzte Wild“,
Wann die Gefahr besonders groß ist
Besonders gefährlich sind laut Pöttinger derzeit die Nachtstunden: „Gerade bei den aktuellen Temperaturen sind die Rehe vor allem nachts unterwegs.“ Zudem beginnt die Rehbrunft, die das Risiko für Zusammenstöße weiter erhöht. Pöttinger rät insbesondere zu erhöhter Vorsicht entlang von Maisfeldern, wo die Tiere aus dem Bewuchs plötzlich auf Fahrbahnen treten können.
- Anzahl der gemeldeten Vorfälle: 5 Wildunfälle innerhalb von 10 Tagen
- Ort: St. Georgen bei Grieskirchen
- Empfohlene Maßnahmen: Unfall sofort bei Polizei oder Jäger melden; nachts und in Feldnähe langsamer und aufmerksam fahren
Für Autofahrer bedeutet das konkret: Geschwindigkeit anpassen, besonders an Feldrändern und in Bereichen mit schlechter Sicht vorsichtig sein und beim Erblicken von Wild sofort bremsbereit sein. Kommt es trotz Vorsicht zu einer Kollision, hilft eine schnelle Meldung, das Tier zu finden und unnötiges Leiden zu verhindern.
| Datumspanne | Anzahl Vorfälle | Besonderheit |
|---|---|---|
| 10 Tage | 5 | Letzter Fall: Rehbock mit schwerer Verletzung (Hinterläufe verloren) |
Die wiederholten Unfälle unterstreichen die Bedeutung von Aufmerksamkeit im Straßenverkehr rund um St. Georgen. Die Kombination aus steigenden Temperaturen, nächtlicher Aktivität der Rehe und der Rehbrunft erfordert erhöhte Vorsicht von Verkehrsteilnehmern. Die Jagdleitung stellt klar, dass Meldungen nicht zu rechtlichen Nachteilen für Lenker führen, wohl aber Lebensleid für die Tiere vermindern können.