Am Samstagvormittag kam es entlang der B179 Fernpassstraße zwischen Nassereith und Reutte zu einer mehrstündigen Vollsperre: Die Sperre begann um 9.45 Uhr und dauerte bis etwa 12.00 Uhr. Anlass waren zwei Kundgebungen einer Bürgerinitiative, die sich gegen das sogenannte „Fernpasspaket“ der Tiroler Landesregierung sowie gegen den hohen Transitverkehr in der Region richtet.
Verlauf und Orte der Kundgebungen
Die Proteste fanden simultan auf beiden Seiten des Fernpasses statt. In Reutte versammelten sich die Teilnehmer am Bereich der Burgenwelt Ehrenberg / Klause-Parkplatz (Postwiese), in Nassereith wurde der Parkplatz Fernstein als Ziel genannt. Nach Beginn der Sperre bewegten sich die Demonstrationszüge in Richtung der genannten Parkplätze.
- Beginn der Sperre: 9.45 Uhr
- Ende der Sperre: ca. 12.00 Uhr
- Betroffener Abschnitt: 34 Kilometer zwischen Nassereith/Rastland (Bez. Imst) und Reutte
- Teilnehmerzahl: rund 950 bis 1.000 Personen
- Parallel gesperrt: Hahntennjochstraße (L246) aus Kapazitäts- und Versorgungsgründen
Auswirkungen auf Verkehr und Hinweise für Reisende
Trotz der Vollsperre blieb das befürchtete großflächige Verkehrschaos zunächst aus. Behörden und Verkehrsexperten hatten im Vorfeld Pendler und Urlauber gebeten, die Fernpassroute zu meiden beziehungsweise großräumig zu umfahren. Als zusätzliche Maßnahme war die Hahntennjochstraße erneut nicht passierbar, um Engpässe und Gefährdungen bei der Versorgung zu vermeiden.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Gesperrter Abschnitt | 34 km (Nassereith bis Reutte) |
| Dauer | 9.45–12.00 Uhr |
| Teilnehmer | ca. 950–1.000 |
Der ÖAMTC und die Polizei wiesen darauf hin, dass Ausweichrouten, etwa über Rosenheim, Kufstein, Innsbruck oder über den Achenpass (B181) sowie die Seefelder Straße (B177), während der Sperre deutlich belastet sein können. Reisende, die die Region passieren müssen, wurden gebeten, nach Möglichkeit auf den Samstag zu verzichten oder größere Umwege einzuplanen.
Hintergrund der Proteste und wiederholte Aktion
Die Kundgebungen wurden von einer Bürgerinitiative organisiert, die bereits Ende Juni mit zwei Demonstrationen entlang der Fernpassroute aufgetreten war. Damals war die Straße ebenfalls rund zwei Stunden blockiert worden. Konkret wenden sich die Veranstalter gegen Maßnahmen aus dem regionalen Maßnahmenpaket («Fernpasspaket») der schwarz-roten Landesregierung und gegen den starken Transitverkehr, der aus Sicht der Initiative die Lebensqualität in den betroffenen Tälern beeinträchtigt.
„Die Vollsperre der stark frequentierten Fernpassstraße begann um 9.45 Uhr und dauerte bis 12.00 Uhr.“
Für den Bezirk Reutte bedeutete die erneute Sperre eine spürbare Einschränkung der Erreichbarkeit: Pendler, touristische Anreisen und lokale Lieferketten mussten kurzfristig umdisponiert werden. Die wiederholten Aktionstage zeigen, dass der Fernpass als Verkehrsachse und als politischer Konfliktpunkt weiterhin im Fokus steht.
Für die kommenden Wochen sind weitere Maßnahmen aus dem Bereich Verkehrspolitik und mögliche Gegenbewegungen denkbar. Bewohnerinnen und Bewohner im Außerfern empfiehlt es sich, aktuelle Verkehrsinformationen der Polizei und des ÖAMTC zu verfolgen und bei Reisen zeitliche Puffer einzuplanen.