Chronik

Familie entdeckt Kriegsmunition an Donauufer bei Aggstein – Entminungsdienst geborgen

Bei einem Badeausflug an den Schotterbänken der Donau in Aggstein fanden Angehörige mehrere Teile von Kriegsmaterial. Der Entminungsdienst sicherte die Relikte; es handelt sich nach Expertenangaben um nicht verschossene Munition, darunter kleine Granaten russischer Herkunft.

Familie entdeckt Kriegsmunition an Donauufer bei Aggstein – Entminungsdienst geborgen
©Illustration KI Barbara Perner / steirerblatt.at

Bei einem Ausflug an die Donau nahe Aggstein (Bezirk Melk) stießen Familienmitglieder auf mehrere Teile von Kriegsmaterial. Die Fundstelle auf einer Schotterbank wurde von der Polizei begutachtet, der zuständige Entminungsdienst barg die Relikte und sicherte den Bereich.

Wie der Fund entdeckt wurde

Der Entdeckerbericht stammt von Angehörigen, die an jenem Tag die Donau zum Baden aufsuchten. Nach eigenen Angaben fand zuerst ein Familienmitglied einzelne Teile, danach suchte ein weiterer Verwandter die Stelle systematisch ab und stieß auf weitere Fragmente. Einer der Angehörigen schilderte den Moment so:

„Mein Onkel war als erstes unten und hat zwei Teile gefunden. Ich bin dann nachgekommen, habe den größeren Bereich abgesucht und dann ein Stück nach dem anderen gefunden.“

Ein zufällig anwesender Nachbar, der beruflich mit Munitionsbergung vertraut ist, verständigte unverzüglich die Einsatzkräfte. Vor Ort bestätigte ein Experte des Kampfmittelräumdienstes, dass es sich nicht um Blindgänger handelte, sondern um nicht verschossene Munition, die offenbar nach Ende des Krieges in die Donau entsorgt worden war und nun bei niedrigem Wasserstand wieder sichtbar wurde.

Art und Herkunft der Fundstücke

Nach Angaben des Kampfmittelräumers Stefan Plainer handelte es sich um mehrere kleine Granaten mit einem Durchmesser von etwa 3,7 Zentimetern. Die Stücke stammen laut Experteneinschätzung aus russischer Produktion. Neben den Granaten wurden auch Teile eines Gewehres sowie Patronen aufgefunden.

Fund Beschreibung
Granaten Mehrere Stück, ca. 3,7 cm, russischer Herkunft
Gewehrteile Fragmentarisch aufgefunden
Patronen Nicht verschossene Munition

Gefährdungslage und Reaktionen

Der Bürgermeister von Aggstein, Josef Kienesberger (ÖVP), betonte, dass für die Badegäste keine akute Gefahr bestehe. Die Gemeinde habe darauf hingewiesen, dass auffällige Gegenstände sofort der Polizei zu melden seien. Der Entminungsdienst bewertete die Lage als beherrschbar, nachdem die Relikte geborgen worden waren.

  • Fundort: Schotterbank an der Donau bei Aggstein (Bezirk Melk)
  • Gefundene Objekte: Granaten, Gewehrteile, Patronen
  • Maßnahme: Bergung durch Entminungsdienst, Polizeieinsatz

Die Gemeinde signalisierte, dass der Badestrand weiterhin nutzbar sei. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass bei erneutem Absinken des Wassers weitere Relikte zutage treten könnten und deshalb erhöhte Vorsicht geboten ist. Der Entminungsdienst und die Behörden werden die Situation weiterhin beobachten.

Der Vorfall erinnert daran, dass Altlasten aus Kriegszeiten an Flussufern auch heute noch eine Rolle spielen können: Entsorgte Munition kann Jahrzehnte später wieder sichtbar werden, vor allem bei ungewöhnlich niedrigem Wasserstand.

Barbara Perner
Barbara KI Redakteurin im Ressort Chronik online

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