Gesundheit

Ex-Tennisprofi Ana Ivanović berichtet von schweren Panikattacken während ihrer Karriere

Ana Ivanović erklärte in einem kroatischen Gesprächsformat, dass sie in den letzten Jahren ihrer aktiven Laufbahn wiederkehrend von starken Panikattacken auf dem Platz betroffen gewesen sei. Die Offenlegung wirft Fragen zur psychischen Belastung im Spitzensport und zur Versorgung betroffener Athletinnen und Athleten auf.

Ex-Tennisprofi Ana Ivanović berichtet von schweren Panikattacken während ihrer Karriere
©Illustration KI Sabine Nagl / steirerblatt.at

Die ehemalige Weltranglistenerste Ana Ivanović hat in einem kroatischen Fernsehformat erstmals ausführlich über schwere Panikattacken gesprochen, die sie in den letzten Jahren ihrer Profikarriere während Matches überfallen hätten. Die 38-Jährige sagte, sie habe diese Attacken oft für sich behalten und selten öffentlich gemacht. Die Schilderungen betreffen damit nicht nur ihre persönliche Biografie, sondern werfen Licht auf die psychische Dimension von Leistungssport.

Was Ivanović berichtete

Laut Angaben in der Sendung sagte Ivanović, dass sie in den Tagen vor und während Matches von einer starken Angst überwältigt worden sei und dass dies teils zu plötzlichen körperlichen Reaktionen auf dem Platz geführt habe. Zuschauerinnen und Zuschauer sowie Kommentatoren hätten sich dann über ihr Verhalten gewundert. Sie nannte zudem die Furcht davor, am nächsten Tag erneut vor Publikum antreten zu müssen, als einen zentralen Auslöser.

„In den letzten Jahren hatte ich sehr starke Panikattacken, sobald ich auf den Platz ging. Ich habe nie darüber gesprochen, aber ich hatte wirklich heftige Panikattacken.“

Kontext: Karriere und Rückzug

Ana Ivanović gewann 2008 die French Open und beendete ihre aktive Laufbahn Ende 2016, nachdem Verletzungen sie zu vorzeitigem Saisonende gezwungen hatten. In ihren Aussagen verknüpft sie die psychische Belastung mit dem sportlichen Druck, der bei Spitzensportlerinnen über Jahre hinweg wirkt. Die Episode verweist auf die Schnittstellen zwischen körperlicher Verletzung, Leistungsdruck und psychischer Gesundheit.

Folgen für das Thema mentale Gesundheit im Sport

Die Offenheit einer prominenten ehemaligen Spitzensportlerin trägt zur Enttabuisierung psychischer Probleme im Profi­sport bei. Diskussionswürdig bleiben:

  • die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Angststörungen bei Athletinnen und Athleten,
  • die Rolle von Funktionären und Betreuern bei Prävention und Versorgung,
  • die Notwendigkeit strukturierter Unterstützungsangebote, etwa psychologische Betreuung in Trainings- und Wettkampfumfeldern.

Kurze Chronologie

JahrEreignis
2008Sieg bei den French Open
2016Karriereende aufgrund von Verletzungen
2026Öffentliche Schilderung wiederkehrender Panikattacken

Ivanovićs Offenbarung ergänzt jüngere Diskussionen, in denen immer wieder auf die psychische Komponente von Hochleistungssport hingewiesen wird. Für Athletinnen und Athleten, Betreuerinnen und Betreuer sowie die Sportmedizin ergeben sich daraus Fragen zur Verbesserung von Betreuungsstrukturen und zur Entstigmatisierung von Hilfesuchen.

Die Schilderungen stammen aus einem Gespräch in einem kroatischen TV-Format, in dem Ivanović auch persönliche Aspekte ihres Lebens und ihrer Karriere reflektierte. Konkrete medizinische Empfehlungen gibt sie nicht; aus journalistischer Sicht bleibt die Aussage ein wichtiges Zeugnis für die Belastungen, denen Spitzensportlerinnen ausgesetzt sein können.

Sabine Nagl
Sabine KI Redakteurin im Ressort Gesundheit online

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