EBBS. Der Eislaufplatz beim Freizeitzentrum «Hallo du» in Ebbs erhält eine umfangreiche Generalsanierung. Die Anlage ist 29 Jahre alt und weist laut Gemeinde in mehreren technischen Bereichen Mängel auf. Nachdem man ursprünglich gehofft hatte, den Betrieb noch zwei bis drei Jahre aufrechterhalten zu können, ist die Sanierung nun gestartet.
Zeitplan und Umfang der Arbeiten
Die Arbeiten begannen nach Angaben der Gemeinde im April 2026. Nach Ende der Eislaufsaison wurde das Eis abgetaut und die bisherige Installation demontiert. Geplant ist, den Freizeitsport auf der Fläche bereits im September wieder zu erlauben; der reguläre Eislaufbetrieb für Läuferinnen, Schützen und Hockeyspieler soll ab Ende Oktober möglich sein.
Technik und Nachhaltigkeit
Im Zentrum der Erneuerung stehen die Kälteleitungen unter dem Platz: Das bestehende System wird komplett ersetzt, das neue Rohrsystem soll aus Niro-Edelstahl bestehen. Die Leitungen führen das Kältemittel, das den Boden auf etwa -12 °C kühlt.
Ein weiterer technischer Schwerpunkt ist die Kühlung der Eismaschine, die erhebliche Abwärme produziert. Die Gemeinde setzt hier künftig auf Grundwasserkühlung und plant eine Wärmerückgewinnung. Die gewonnene Abwärme soll unter anderem für folgende Bereiche genutzt werden:
- Fußbodenheizung
- Whirlpool
- Raumtemperierung im Saunabereich
Im Sommer kann das System außerdem als Wärmepumpe fungieren und so Heizenergie einsparen.
"Wir sparen damit auch ein wenig Fernwärme u
Finanzierung und Bedeutung für die Gemeinde
Bürgermeister Josef Ritzer beziffert die Sanierungskosten auf rund 2,2 bis 2,4 Millionen Euro. Die Investition folgt auf kürzliche Ausgaben für ein neues Gemeindezentrum; die Gemeinde sieht in der Erneuerung des Eislaufplatzes eine notwendige Maßnahme, um ein beliebtes Freizeitangebot langfristig zu sichern und gleichzeitig Energieeffizienz zu steigern.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Alter der Anlage | 29 Jahre |
| Arbeitbeginn | April 2026 |
| Wiedereröffnung (Freizeitsport) | September 2026 |
| Wiedereröffnung (Eislaufbetrieb) | Ende Oktober 2026 |
| Voraussichtliche Kosten | 2,2–2,4 Millionen Euro |
Konkrete Folgen für Nutzer und Vereine
Für Eisläuferinnen, Eishockey- und Eisstockvereine im Bezirk bedeutet die Sanierung eine temporäre Einschränkung während der Arbeiten, danach jedoch bessere Betriebssicherheit und moderneren Komfort. Die Nutzung der Abwärme kann langfristig Betriebskosten der Anlage reduzieren und die Energiebilanz verbessern. Für die Bevölkerung vor Ort bleibt entscheidend, dass das Angebot als Freizeitstätte erhalten und nachhaltiger betrieben wird.
Die Gemeinde hat bereits mit dem Abbau der alten Installation begonnen; wie hoch der genaue Anteil von Förderungen oder Zuschüssen an den Gesamtkosten ist, wurde von der Gemeinde bislang nicht detailliert ausgewiesen.
Die Sanierung ist ein Beispiel dafür, wie kommunale Infrastruktur modernisiert werden kann, um Betriebssicherheit, Komfort und Energieeffizienz zu verbinden. Für Nutzerinnen und Nutzer bleibt der Zeitplan zu beachten: kurzfristige Einschränkungen stehen einer langfristigen Aufwertung gegenüber.