Reutte bleibt Treffpunkt für Tradition und Gemeinschaft
Reutte war am vergangenen Wochenende Schauplatz eines dreitägigen Festreigens: Das kombinierte Bezirks- und Bataillonsschützenfest sowie das Stadtfest zogen viele Besucherinnen und Besucher an und stellten das Vereinsleben der Marktgemeinde und des Bezirks in den Mittelpunkt. Den Auftakt bildete eine Kranzniederlegung vor der Rochuskapelle, bevor die Beteiligten in Richtung Parkanlage marschierten.
In der Parkanlage setzte die Musikkapelle Höfen mit einem Zapfenstreich den musikalischen Akzent und markierte den Übergang zum öffentlichen Festgeschehen. Der Samstag stand ganz im Zeichen des Stadtfestes; das Angebot reichte von lokalen Ständen bis zu musikalischen Darbietungen. Das Wetter zeigte sich jedoch wechselhaft: längere Zeit blieb es trocken bei angenehmen Temperaturen, später setzten Regen und starker Wind ein.
Als Reaktion auf die unsicheren Witterungsbedingungen erwies sich das aufgestellte Festzelt im Bereich der "Kellerei" als entscheidender Rettungsort für das Festprogramm. Viele Programmpunkte konnten dort weiterlaufen, wodurch der Ablauf deutlich weniger von den Kapriolen des Sommers beeinträchtigt wurde.
Der Sonntag stand wieder im Zeichen der Schützen. Die Messe, zelebriert von Dekan Franz Neuner, und der anschließende Festakt wurden zeitweise von kräftigem Regen begleitet. In ihren Ansprachen hoben Bürgermeister Günter Salchner und Landtagsabgeordneter Florian Klotz den hohen Stellenwert des Schützenwesens in Tirol hervor. Die Verantwortlichen des Schützenwesens — Schützenkommandant Martin Schweißgut, Bataillonskommandant Herbert Schweißgut und Mjr. Hubert Juen als ranghöchster Vertreter des Tiroler Schützenbundes — verwiesen auf die vielfältigen Aufgaben der Schützen für die Allgemeinheit sowie auf das Bewahren von Werten wie Heimatverbundenheit und Zusammenhalt.
Der Festakt wurde durch Ehrungen ergänzt; die Ehrenkompanie stellte die Schützenkompanie Steeg unter Hpt. Stefan Huber. Insgesamt zeigte das Wochenende einmal mehr, dass lokale Vereine und Institutionen in Reutte verbindende Funktion und kulturelle Widerstandskraft besitzen, selbst wenn das Wetter gegenwärtig häufiger unvermittelt umschlägt.
- Kranzniederlegung vor der Rochuskapelle
- Zapfenstreich durch Musikkapelle Höfen
- Stadtfest mit Festzelt an der „Kellerei“
- Messe und Festakt am Sonntag mit Ehrungen
| Tag | Hauptprogramm | Besonderheit |
|---|---|---|
| Freitag | Kranzniederlegung, Zapfenstreich | Einmarsch in Parkanlage |
| Samstag | Stadtfest | Wechselhaftes Wetter, Festzelt als Zuflucht |
| Sonntag | Schützenmesse, Festakt, Ehrungen | Regen während Messe, Reden von Salchner und Klotz |
Für die Einwohnerinnen und Einwohner von Reutte bedeutete das Wochenende sichtbares Engagement lokaler Vereine und einen Treffpunkt für Generationen. Die Organisation durch die Traditionsvereine und das Vorhalten von wetterfesten Veranstaltungsflächen wie dem Festzelt waren ausschlaggebend dafür, dass Programm und Ehrungen trotz der Witterung stattfinden konnten.