Überraschungssiege und ein Elfmetermarathon sorgen für Gesprächsstoff
Die erste Runde des KFV‑Kelag‑Connect‑Cups am dritten Juliwochenende lieferte in Osttirol mehrere unerwartete Resultate, die den Blick auf die kommende Saison und die Pokalambitionen der regionalen Vereine werfen. Besonders im Fokus stand der Auftritt von Rapid Lienz, der dem höherklassigen Gegner FC‑WR Nußdorf‑Debant nach 20 verwandelten Elfmetern am Ende mit 7:6 zum Weiterkommen verhalf.
Vor rund 400 Zuschauern trennte sich das Spiel in regulärer Spielzeit 1:1; erst das ausgedehnte Strafstoßschießen entschied die Partie zugunsten des Unterligisten. Solche dramatischen Verlängerungen sind im regionalen Pokalbetrieb selten und sorgen nicht nur auf sportlicher Ebene, sondern auch in der lokalen Fangemeinschaft für Gesprächsstoff.
„Erst nach 20 Elfmetern (!) fiel die Entscheidung“
Weitere Sensationen blieben nicht aus: Der FC Dölsach triumphierte in einer regelrechten Wasserschlacht vor knapp 500 Zuschauern mit 4:3 gegen die Union Matrei. Der Wetterumschwung forderte außerdem seinen Tribut im Spiel Dellach/Drau gegen ASKÖ Irschen: Bei einem Zwischenstand von 2:2 musste die Partie rund 20 Minuten vor Schluss abgebrochen werden; am Sonntag setzte sich Irschen dann mit 0:5 durch.
Der Bezirksvertreter Oberlienz erlebte ein frühes Aus: Vor heimischem Publikum unterlag man dem Unterligisten FC Sillian mit 0:2. Für die SG TSU Prägraten/TSU Virgen besorgte Stefan Stemberger per Kopf den 1:0-Sieg gegen die TSU Ainet.
Auch weitere Begegnungen aus dem Einzugsgebiet zeigten die Breite regionaler Fußballstärke: Der SV Tristach gewann in Rangersdorf mit 3:0 gegen die SPG Oberes Mölltal. Der ÖSK Kötschach schaffte nach einem 0:1‑Rückstand eine Aufholjagd gegen die SG Gitschtal und feierte ein 3:2-Ergebnis; den Siegtreffer erzielte Andreas Ertl. Beim Gastspiel des URC Thal/Assling in Oberdrauburg gab es ein deutliches Resultat: 1:10 lautete der Endstand – für Oberdrauburg blieb lediglich der Ehrentreffer.
Was die Ergebnisse für die Vereine bedeuten
Die Cup‑Ergebnisse haben praktische Konsequenzen: Ein Weiterkommen bedeutet nicht nur das Fortsetzen der Pokalträume, sondern kann auch finanzielle und reputative Effekte für die Amateurvereine bringen. Der Sieger des Cups sichert sich zudem einen Startplatz im nächsten UNIQA‑ÖFB‑Cup, ein Anreiz, der in den unteren Spielklassen für besonders hohe Motivation sorgt. Für Fans und Vereinssponsoren bieten solche Erfolge wertvolle Sichtbarkeit.
- Rapid Lienz: Weiterkommen nach Elfmeterschießen (7:6) gegen FC‑WR Nußdorf‑Debant
- FC Dölsach: Überraschungssieg 4:3 gegen Union Matrei bei starkem Regen
- FC Sillian: 2:0‑Sieg gegen Oberlienz
Die Spannung in der Region bleibt hoch: Pokalspiele schaffen Begegnungen zwischen unterschiedlichen Ligen und erlauben Unterligisten, sich mit höherklassigen Gegnern zu messen. Solche Duelle sind wichtige Gradmesser vor dem Ligabetrieb und geben Trainern wie Spielern Erkenntnisse für die Vorbereitung.
| Datum | Begegnungen (je 17:30 Uhr) |
|---|---|
| Samstag, 25.7.2026 | FC Sillian gegen SV Dellach/Gail Rapid Lienz gegen FC Dölsach SG TSU Prägraten/TSU Virgen gegen URC Thal/Assling SV Tristach gegen SV Greifenburg ASKÖ Irschen gegen ÖSK Kötschach |
Für Zuschauer sind solche Termine Gelegenheit, lokale Teams zu unterstützen und die Pokalgeschichte in Osttirol weiterzuverfolgen. Insbesondere das kommende Duell zwischen Rapid Lienz und FC Dölsach verspricht Spannung: Beide Mannschaften zeigten in Runde eins, dass sie für Überraschungen sorgen können.
Aus Sicht der Fußballgemeinde im Bezirk Lienz lohnt es sich, die weitere Entwicklung im Cup zu beobachten – sportlich, finanziell und für die lokale Identität der Vereine hat der Wettbewerb eine erhebliche Bedeutung.