Heimatwechsel und Hofübergabe
Im Jahr 2021 übersiedelte die Biologin Susanne Popp‑Kohlweiß mit ihrem Mann Ingulf und der Familie nach Himmelberg und übernahm den dortigen Beerengarten von ihrer Schwiegermutter Friederike Kohlweiß. Die Übernahme des Betriebs, der von der Schwiegermutter rund 30 Jahre in Feldkirchen geführt wurde, hielt die landwirtschaftliche Struktur in der Gemeinde und bewahrt eine bestehende Produktionsstätte für Beerenfrüchte.
Beruflicher Hintergrund und Beweggründe
Popp‑Kohlweiß ist Biologin und hat bisher in Wissenschaft und Naturschutz gearbeitet; zuvor lebte sie überwiegend in städtischer Umgebung. Die Entscheidung zur Rückkehr aufs Land und zur Betriebsübernahme war durch mehrere Faktoren bestimmt: die familiäre Situation während der Corona‑Krise, der Wunsch, den Kindern ein Aufwachsen am Land zu ermöglichen, sowie die finanziellen Rahmenbedingungen am Wohnungs- und Immobilienmarkt in Salzburg.
"Mein Mann, unsere ersten beiden Söhne und ich sind 2021 von Salzburg nach Himmelberg gezogen."
Arbeitsalltag, Motivation und Ausblick
Die Arbeit am Beerengarten verlangt körperlichen Einsatz; Popp‑Kohlweiß bezeichnet sich als körperlich belastbar und sieht in der Feldarbeit eine positive Lebensform, die Fitness bis ins hohe Alter fördert. Als sogenannte Dreifachmama verbindet sie Familienleben und Betrieb. Die Übergabe des Beerengartens an die nächste Generation hält nicht nur Traditionen, sondern sichert auch lokale Versorgung mit frischen Produkten.
- 2021 – Zuzug der Familie nach Himmelberg und Übernahme des Betriebs
- ca. 30 Jahre – Dauer der Führung des Beerengartens durch die Schwiegermutter
- Beruflich – Hintergrund der Betriebsführerin: Biologie, Wissenschaft und Naturschutz
Bedeutung für den Bezirk Feldkirchen
Die Fortführung des Beerengartens ist für Himmelberg und den Bezirk Feldkirchen aus mehreren Gründen relevant: Sie erhält lokale Arbeitsplätze und Versorgungsstrukturen, trägt zur regionalen Wertschöpfung bei und ist ein Beispiel gelungener Hofnachfolge. Für Konsumentinnen und Konsumenten im Bezirk bedeutet das Erhalt eines Ansprechpartners für regionale Beerenprodukte. Für Landwirtschaft und Gemeinde ist die Übergabe ein positives Signal in Zeiten steigender Immobilienpreise und veränderter Erwerbsbedingungen.
| Aspekt | Detail |
|---|---|
| Betriebsübernahme | von Friederike Kohlweiß an Susanne Popp‑Kohlweiß |
| Zuzugsjahr | 2021 |
| Betriebsdauer (vorher) | ca. 30 Jahre |
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks bietet die Geschichte darüber hinaus einen praktischen Hinweis: lokale Betriebe können durch private Initiative und Familiennachfolge erhalten bleiben. Interessierte, die mehr über den Beerengarten, saisonale Produkte oder mögliche Mitwirkungsmöglichkeiten erfahren möchten, können vor Ort Informationen einholen und so regionale Produzentinnen unterstützen.