Petition warnt vor Verlust lokaler Einkaufsmöglichkeit
Im Kremstal haben Einwohnerinnen und Einwohner aus mehreren Gemeinden eine Online-Petition gestartet, mit der sie den Verbleib ihres örtlichen Lebensmittelgeschäfts sichern wollen. Adressaten der Eingabe sind Bezirkshauptmann Günter Stöger und das Handelshaus Nah&Frisch Kiennast. Die Initiatoren fordern einen Wechsel zu einer „faireren Belieferungsfirma“ mit bezahlbaren Preisen und einem Sortiment, das dem lokalen Bedarf entspricht.
Warum die Sorge groß ist
Die Petition macht deutlich, dass der Laden für viele Menschen in der Region eine unverzichtbare Infrastruktur darstellt. Besonders ältere Bewohnerinnen und jene Familien ohne Auto seien auf die unmittelbare Versorgung angewiesen. Die Unterzeichnenden sehen die Existenz des Standorts durch die aktuellen Lieferbedingungen massiv bedroht und warnen, dass bei einem Ausfall des Geschäfts die regionale Versorgungsstruktur für Krems-Rehberg, Imbach, Senftenberg und umliegende Orte zusammenbrechen würde.
"Sichern Sie die Zukunft unseres Kaufmanns und retten Sie unsere Gemeinden vor dem Aussterben!"
Die Initiatoren machen ausdrücklich deutlich, dass sie nicht den lokalen Kaufmann für die Situation verantwortlich sehen. Stattdessen machen sie die Preise und das Sortiment des Belieferers verantwortlich: Wichtige Artikel des täglichen Bedarfs würden fehlen oder seien zu teuer, so die Petition. Diese Gründe führten zu einer Abwärtsspirale aus sinkender Kundschaft und rückläufigem Umsatz.
- Betroffene Orte: Krems-Rehberg, Imbach, Senftenberg und weitere kleine Nachbargemeinden
- Forderung: Wechsel der Belieferungsfirma zu einer, die günstigere Konditionen und ein bedarfsgerechtes Sortiment bietet
- Ansprechpartner: Bezirkshauptmann und Handelshaus Nah&Frisch Kiennast
Konkrete Bedeutung für den Bezirk
Für Bewohnerinnen und Bewohner ohne unmittelbaren Zugang zu einem Supermarkt würde der Wegfall dieses Geschäfts längere Fahrten und zusätzliche Kosten bedeuten. Außerdem drohen soziale Effekte: Treffpunkte und persönliche Beratung, die kleine Nahversorger oft bieten, würden verlorengehen. Für den lokalen Unternehmer bedeutet die Lage ein wirtschaftliches Risiko, das die Fortführung des Betriebs infrage stellen könnte.
| Aspekt | Situation laut Petition |
|---|---|
| Preise | Als zu hoch wahrgenommen |
| Sortiment | Deckt nicht den lokalen Bedarf ab |
| Verantwortung | Problem wird beim Belieferer verortet, nicht beim Kaufmann |
Die Petition ist ein Signal an Verwaltung und Handelsketten, die Rolle kommunaler Nahversorgung bei Entscheidungen stärker zu berücksichtigen. Ob und wie Bezirkshauptmannschaft und Nah&Frisch Kiennast auf die Forderung reagieren, bleibt abzuwarten. Für die betroffenen Gemeinden ist die Herausforderung klar: Ohne Anpassungen bei Belieferung und Preisen droht der Verlust einer zentralen Infrastruktur, die weit über reinen Warenverkauf hinausgeht.
Die Unterzeichnenden fordern kurzfristig Gespräche und eine Neubewertung der Lieferkonditionen, damit der Standort erhalten bleiben kann. Für Anwohnerinnen und Anwohner heißt das: Beobachten, unterschreiben, und den Dialog mit lokalen Entscheidungsträgern suchen, um die Versorgung im Kremstal nachhaltig zu sichern.