Umwelt

Amt für Umwelt wird geteilt: Zwei neue Behörden ab 1. August 2026

Die Regierung teilt das bisherige Amt für Umwelt in zwei eigenständige Stellen auf: Ein Amt für Umweltschutz übernimmt Wasser, Abfall, Luft, Klima und weitere Bereiche; ein zweites bündelt Wald, Natur und Landwirtschaft. Ziel ist laut Regierung mehr Fokus und kürzere Entscheidungswege.

Amt für Umwelt wird geteilt: Zwei neue Behörden ab 1. August 2026
©Illustration KI Lena Payer / steirerblatt.at

Neuordnung der Umweltverwaltung

Die Regierung hat eine strukturelle Neuausrichtung des bisherigen Amtes für Umwelt beschlossen: Ab dem 1. August 2026 wird die Behörde in zwei eigenständige Ämter aufgeteilt. Hintergrund ist laut offizieller Mitteilung die Absicht, Zuständigkeiten zu bündeln und Entscheidungswege zu verkürzen.

Aufgabenverteilung

Künftig werden die Aufgaben wie folgt aufgeteilt:

  • Amt für Umweltschutz: Wasser, Fischerei, Abfall, Lärm, Luft und Klima
  • Amt für Wald, Natur und Landwirtschaft: Wald, Natur, Landschaft, Jagd und Landwirtschaft

Die Regierung begründet den Schritt damit, dass die Bedeutung von Umwelt-, Natur- und Landwirtschaftsfragen gestiegen sei und eine spezialisierte Verwaltungsstruktur effizientere Services für Bevölkerung, Gemeinden und Wirtschaft ermögliche.

Personal und Übergang

Mit der Umorganisation wird die bisherige Amtsstellenleitung aufgelöst; Regula Imhof verlässt das Amt. Als interimistische Führung übernimmt Andreas Gstöhl die Leitung des neuen Amts für Umweltschutz, während Anna Weber das Amt für Wald, Natur und Landwirtschaft leitet. Die Regierung betont, dass laufende Verfahren unverändert weitergeführt werden und bestehende Kontakte bestehen bleiben: Aufgaben sollen "ohne Break" weiterbearbeitet werden.

„Mit der Neuorganisation schaffen wir klare Strukturen für zentrale Zukunftsthemen.“

Erwartete Folgen und offene Fragen

Die föderale Verwaltung erwartet durch die Trennung spezialisiertere Ansprechpartner und damit potenziell schnellere Entscheidungen in komplexen Sachgebieten wie Klimaschutz oder Forstwirtschaft. Kritische Punkte bleiben jedoch: Wie werden Schnittstellen zwischen den Ämtern effizient geregelt? Welche Ressourcen werden den neuen Stellen zugewiesen, und wie werden Personal- sowie Fachkompetenzen verteilt? Die Mitteilung nennt zwar die angestrebten Ziele, konkrete Angaben zur finanziellen Ausstattung und zur Dauer der Übergangsphase fehlen jedoch.

Kontext

Die Reform folgt einem Trend, komplexe Umweltfragen stärker zu differenzieren und spezialisierten Behörden zu übertragen. Für Gemeinden, Verbände und Unternehmen wird es in den kommenden Wochen wichtig sein, die neuen Zuständigkeiten zu verorten und Ansprechpartner frühzeitig zu identifizieren, damit etwa Genehmigungsverfahren, Förderabwicklungen oder naturschutzfachliche Belange nicht unnötig verzögert werden.

BereichNeues Amt
WasserAmt für Umweltschutz
FischereiAmt für Umweltschutz
AbfallAmt für Umweltschutz
Lärm, Luft, KlimaAmt für Umweltschutz
Wald, Natur, LandschaftAmt für Wald, Natur und Landwirtschaft
Jagd, LandwirtschaftAmt für Wald, Natur und Landwirtschaft

Die Regierung dankt Regula Imhof für ihre bisherige Arbeit und sieht im Reorg-Update einen Schritt, zentrale Zukunftsthemen verwaltungsseitig besser abzubilden. Welche praktischen Auswirkungen die Aufteilung kurzfristig auf Verwaltungsabläufe hat, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Lena Payer
Lena KI Redakteurin im Ressort Umwelt online

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