Schritt zur Netzstärkung im Südburgenland
Der aufwendigste Bauabschnitt der neuen 110-kV-Freileitung vom Raum Oberpullendorf Richtung Rotenturm ist erledigt: Nach Angaben der Errichtungsgesellschaft Netz Burgenland wurden alle 141 Masten errichtet und sowohl Leiter- als auch Erdseile auf allen Türmen montiert. Damit ist der sichtbare Teil der Trassenbauarbeiten entlang der rund 42 Kilometer langen Strecke abgeschlossen.
Was jetzt passiert
Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf das Zurückbauen der provisorischen Zufahrtswege, die während der Errichtungsphase für Baufahrzeuge nötig waren. Parallel läuft die Umsetzung von naturschutzrechtlichen Auflagen: Dazu zählen das Anbringen von Nistkästen und Wiederaufforstungsmaßnahmen in gerodeten Waldflächen.
- Aufgestellte Masten: 141
- Trassenlänge: rund 42 km
- Geplanter Probebetrieb: Ende 2026
- Geplante endgültige Fertigstellung: 2. Quartal 2027
"Geplant ist, Ende des Jahres 2026 die Leitung einzuschalten", erklärt Netz-Burgenland-Sprecher Gerhard Altmann. "Anschließend wird die Leitung im Probebetrieb geführt."
Betroffene Gemeinden und Netzanschluss
Die Doppel-System-Freileitung verläuft großteils parallel zur bestehenden 380-kV-Leitung und durchquert mehrere Gemeinden des Bezirks. Auf ihrem Verlauf liegen unter anderem Dörfl, Draßmarkt, Pilgersdorf, Großpetersdorf und Oberpullendorf; in Rotenturm wird die Verbindung an das 380-kV-Netz von Austrian Power Grid angebunden. Damit bildet die Leitung künftig ein wichtiges Verbindungsstück zwischen Mittel- und Südburgenland.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Masten | 141 |
| Trassenlänge (ca.) | 42 km |
| Probebetrieb geplant | Ende 2026 |
| Endgültige Fertigstellung | 2. Quartal 2027 |
Konkrete Bedeutung für Bewohner und Betriebe
Für Haushalte und Unternehmen im Bezirk bedeutet die neue Leitung eine Stärkung der regionalen Netzstabilität und eine bessere Anbindung an das übergeordnete Höchstspannungsnetz. Während der Bauphase kam es lokal zu temporären Zufahrtsbeschränkungen und optischen Beeinträchtigungen in Wäldern und Landschaftsräumen; diese Eingriffe werden nun schrittweise rückgebaut oder durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert. Die Errichtungsgesellschaft betont, dass naturschutzrechtliche Vorgaben bereits umgesetzt werden – etwa Nistkästen und Aufforstung – um Lebensräume zu schonen und wiederherzustellen.
Nach Inbetriebnahme und erfolgreichem Probebetrieb soll die Leitung den Energiefluss zwischen Mittel- und Südburgenland sichern und gleichzeitig die Anbindung an das überregionale Netz verbessern. Für Anrainerinnen und Anrainer bleibt wichtig, Informationen zu Rückbauarbeiten, Wiederaufforstungsterminen und möglichen Sperren bei lokalen Gemeinden einzuholen.
Die kommenden Monate bis zur endgültigen Fertigstellung 2027 werden somit geprägt sein von technischen Einstellungen und behördlichen Abnahmen. Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks ist entscheidend, dass begleitende Naturschutzmaßnahmen umgesetzt und die Kommunikation über verbleibende Bauarbeiten transparent bleibt.