Technik ergänzt Handwerk: 3D-Druck im Klinikum
Im Technischen Dienst des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums (PEK) Steyr ist ein 3D-Drucker bereits seit August 2025 im Einsatz. Die Anlage dient vorrangig der Fertigung von Ersatzteilen, die am Markt nicht mehr verfügbar sind oder deren Beschaffung unverhältnismäßig teuer wäre. Laut Patienten- und Mitarbeitersicht bedeutet das eine höhere Verfügbarkeit von Geräten sowie kürzere Stillstandszeiten in Werkstätten und Abteilungen.
Der Einsatz des 3D-Drucks wird sowohl als wirtschaftliche wie auch als nachhaltige Maßnahme bewertet: Durch Eigenfertigung fallen weniger Transportwege an, Material lässt sich gezielter verwenden und die Lebensdauer bestehender Geräte verlängert sich. Solche Vorteile helfen, Betriebskosten zu reduzieren und die Resilienz der hausinternen Instandhaltung zu stärken.
Konkrete Anwendung und Wirkung
Der 3D-Druck kommt in verschiedenen Werkstätten zum Tragen – von Metall über Holz bis hin zur Elektrowerkstatt. Nicht alle Anforderungen lassen sich damit abdecken, doch in zahlreichen Fällen konnten bereits praktikable Lösungen realisiert werden. Durch die Möglichkeit, Bauteile passgenau vor Ort zu produzieren, entfallen Wartezeiten auf Lieferungen und teure Fremdaufträge.
- Standort Steyr: 3D-Drucker seit August 2025 in Betrieb
- Standort Kirchdorf: erhält im Juli einen eigenen 3D-Drucker
- Ziel: Ressourcenschonende und effiziente Instandhaltung
Auf dem beigefügten Foto sind der Technische Betriebsleiter Günter Baumann und der OÖG-Geschäftsführer Dr. Tilman Königswieser, MPH vor dem Gerät zu sehen. Die Anschaffung ist Teil einer Strategie, lokale Fertigungskapazitäten zu stärken und Digitalisierung mit handwerklichen Fähigkeiten zu verbinden.
Vorteile für Klinikbetrieb und Patienten
Für den Klinikalltag hat das mehrere praktische Folgen: Geräteausfälle können schneller behoben werden, es entsteht weniger Logistikaufwand, und die Werkstätten können individuell angepasste Lösungen entwickeln. Das kommt indirekt auch den Patientinnen und Patienten zugute, weil Abläufe stabiler bleiben und bestimmte technische Engpässe entschärft werden.
| Aspekt | Steyr | Kirchdorf |
|---|---|---|
| Inbetriebnahme | August 2025 | Juli (2026) |
| Hauptnutzen | Eigenfertigung von Ersatzteilen | Entlastung und Redundanz |
Die Einführung des 3D-Drucks zeigt, wie regionale Kliniken durch gezielte Investitionen ihre technischen Ressourcen erweitern können. Für Bürgerinnen und Bürger im Bezirk bedeutet das mehr Verlässlichkeit bei der Funktionalität medizinischer Infrastruktur und einen Schritt hin zu nachhaltigeren Betriebsabläufen.