Der Wörgler Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, das Gelände des ehemaligen Schwimmbads Wave auf einer Fläche von rund 6.500 Quadratmetern künftig gewerblich zu nutzen. Die Stadt schloss hierfür einen Baurechtsvertrag mit der Alois Mayr Bauwaren GmbH ab. Die Entscheidung betrifft erhebliche Flächen der bisherigen Schwimmbadanlage und trägt sowohl zu städtlichen Einnahmen als auch zur lokalen Wirtschaftsentwicklung bei.
Vertragsumfang und Laufzeit
Der Baurechtsvertrag beginnt am 1. Oktober 2026 und ist zunächst auf 50 Jahre ausgelegt. Eine Verlängerung um weitere 49 Jahre ist möglich. Zusätzlich erhielt das Unternehmen eine Kaufoption, die frühestens im Jahr 2046 ausgeübt werden kann. Im Gemeinderat wurden Fragen zur konkreten Ausgestaltung der Kaufoption und zur Wertsicherung des Kaufpreises diskutiert.
Wirtschaftliche Effekte und Zweckbindung der Einnahmen
Für die Stadt bringt der Vertrag regelmäßige Einnahmen: Der Baurechtszins wurde im Beschluss mit rund 15.000 Euro pro Monat festgelegt. Diese Mittel sollen laut Beschluss auf einem eigenen Konto gesammelt und ausschließlich für die Finanzierung des geplanten Regionalbades in der Johann-Federer-Straße verwendet werden. Das bedeutet, dass die Vereinbarung nicht nur eine kurzfristige Einnahmequelle ist, sondern eine zweckgebundene Finanzierungsstütze für ein kommunales Infrastrukturprojekt darstellt.
„sollen dabei zwölf Vollzeitstellen entstehen.“
Die geplante gewerbliche Nutzung ist mit einer Erweiterung des Unternehmens verbunden und wird laut Gemeinderatsbeschluss mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze verknüpft. Nach Angaben der Stadt sollen dadurch 12 Vollzeitstellen entstehen.
- Fläche der gewerblich genutzten Parzelle: ~6.500 m² (etwa ein Fünftel der früheren Schwimmbadfläche)
- Baurechtszins: ~15.000 €/Monat
- Vertragsstart: 1.10.2026, Laufzeit: 50 Jahre (mit Option auf +49 Jahre)
- Kaufoption möglich ab: 2046
- Erwartete neue Vollzeitstellen: 12
Die monetären Mittel aus dem Baurechtszins sind somit unmittelbar mit dem Regionalbad verbunden. Das geplante Bad ist als Regionalangebot konzipiert: Neben den Wörglerinnen und Wörglern sollen auch Schulen, Familien und Vereine aus der Umgebung das Angebot nutzen können. Zur langfristigen Absicherung des Betriebs wurden insgesamt 17 umliegende Gemeinden eingeladen, sich an den laufenden Betriebskosten zu beteiligen.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Fläche | ca. 6.500 m² |
| Monatl. Baurechtszins | ~15.000 € |
| Vertragsbeginn | 01.10.2026 |
| Vertragsdauer | 50 Jahre (plus Option auf +49 Jahre) |
| Kaufoption | ab 2046 möglich |
| Geplante Vollzeitstellen | 12 |
Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Wörgl bedeutet der Beschluss eine Umnutzung eines zentralen Areals hin zu einer gewerblichen Nutzung mit langfristigen finanziellen Auswirkungen. Die zweckgebundenen Einnahmen stärken die Finanzierung des geplanten Regionalbads; zugleich ist die Frage nach der städtebaulichen Entwicklung des ehemaligen Schwimmbadareals mit diesem Beschluss, zumindest für Teile der Fläche, entschieden. Offen bleiben nach dem Gemeinderatsbeschluss noch Detailfragen zur Kaufoption und zur Wertsicherung, die für die kommunale Finanzplanung wichtig sind.
Die Entscheidung zeigt, wie kommunale Flächenverwertung, lokale Wirtschaftsinteressen und Infrastrukturprojekte zusammenwirken: Durch den Baurechtsvertrag entstehen planbare Einnahmen für das Regionalbad, während ein lokales Unternehmen Raum für eine Betriebserweiterung erhält und Beschäftigung schaffen will. Bewohnerinnen und Bewohner sollten die weiteren Schritte—insbesondere die Konkretisierung der Kaufoption und die Fortschritte beim Regionalbad—weiter aufmerksam verfolgen.