Bilanz und Bedeutung für den Bezirk
Die Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Rohrbach hat ihre Auswertung für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt und darin ein deutliches Aktivitätsprofil dokumentiert. In den ersten sechs Monaten suchten die Bezirksvertreterinnen und -vertreter aktiv den Kontakt zur Wirtschaft vor Ort: Es wurden mehr als 40 Betriebsbesuche durchgeführt, begleitet von über 45 Arbeitssitzungen, in denen Anliegen der regionalen Unternehmen gebündelt und vertreten wurden. Die vorgelegten Zahlen zeigen, dass die Kammer nicht nur Informations- und Beratungsstelle ist, sondern auch als Interessenvertretung gegenüber Behörden und Planungsstellen auftritt.
Beratungs- und Serviceleistungen
Ein Schwerpunkt lag auf der individuellen Betreuung Gründerwilliger und junger Unternehmen: Mehr als 160 persönliche Beratungen wurden gezählt. Dazu kamen über 800 Serviceanfragen, die sich auf unternehmerische und rechtliche Fragestellungen bezogen. Diese Zugriffe spiegeln den Bedarf an konkreter Unterstützung in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld wider.
- Gründungsberatung: >160 persönliche Beratungen
- Betriebsnähe: >40 Betriebsbesuche
- Serviceanfragen: >800 Anliegen bearbeitet
Netzwerk, Bildung und Stellungnahmen
Die Bezirksstelle organisierte 15 Netzwerkveranstaltungen, bei denen insgesamt mehr als 700 Unternehmerinnen und Unternehmer zusammenkamen. Themen waren unter anderem Zukunftstechnologien und die betrieblichen Herausforderungen der Region. Im Bereich Aus- und Weiterbildung führte das WIFI Rohrbach knapp 40 Kurse durch, an denen 320 Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilnahmen.
Ein weiterer Handlungsbereich war die Mitarbeit in planerischen Verfahren: Die Bezirksstelle verfasste 168 Stellungnahmen zu Raumordnung und Verkehr – ein Indikator dafür, dass die WKO aktiv an räumlichen und infrastrukturellen Entscheidungen mitwirkt, die direkten Einfluss auf Unternehmen und Beschäftigungslagen im Bezirk haben.
Stellungnahmen der Verantwortlichen
„Die Bilanz des ersten Halbjahres verdeutlicht eindrucksvoll, wie intensiv und wirkungsvoll unsere Bezirksstelle für die Unternehmen arbeitet. Von der Interessenvertretung über Betriebsbesuche bis hin zur Bildung entsteht ein spürbarer Mehrwert für die regionale Wirtschaft. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist diese Unterstützung von besonderer Bedeutung.“
Dieses Statement stammt von Andreas Höllinger, Obmann der WKO Rohrbach. Auch Michael Schaubmeier, Geschäftsstellenleiter, betonte die Relevanz der Aktivitäten: Die Schwerpunkte Fachkräftesicherung, Lehrlingsausbildung und Unternehmensgründung würden nachhaltig zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen.
Was bedeutet das konkret für Unternehmen und Beschäftigte?
Für Betriebe im Bezirk Rohrbach signalisiert die Bilanz, dass es eine leicht erreichbare Anlaufstelle für rechtliche Fragen, Förderangebote und Weiterbildungen gibt. Gründerinnen und Gründer können auf eine intensive Erstbetreuung zählen; bestehende Unternehmen profitieren von Vernetzungsangeboten und der Vertretung ihrer Anliegen in Planungsprozessen. Für Beschäftigte sind die Weiterbildungsmaßnahmen des WIFI relevant, weil sie Qualifikationen stärken, die direkt in regionale Arbeitsplätze einfließen können.
| Bereich | Ergebnis (1. Hj. 2026) |
|---|---|
| Betriebsbesuche | >40 |
| Arbeitssitzungen | 45 |
| Persönliche Beratungen (Gründer) | >160 |
| Serviceanfragen | >800 |
| Netzwerkveranstaltungen | 15 (>700 Teilnehmer) |
| Stellungnahmen (Raumordnung/Verkehr) | 168 |
| WIFI-Kurse / Teilnehmer | ~40 Kurse / 320 Teilnehmer |
Insgesamt zeichnet die Bilanz ein Bild einer aktiven Bezirksstelle, die Beratung, Interessenvertretung und Weiterbildung kombiniert. Für Unternehmerinnen, Arbeitnehmer und kommunale Entscheidungsträger im Bezirk Rohrbach bleibt damit ein greifbares Angebot: Wer Unterstützung bei Gründung, Weiterbildung oder offiziellen Verfahren benötigt, findet eine zentralisierte Anlaufstelle, deren Arbeit in den ersten sechs Monaten des Jahres bereits breit genutzt wurde.