Chronik

Wien: Gasleck nach Thermendiebstahl — Strom für rund 1.900 Haushalte abgeschaltet

Nach einem Einbruch in ein aufgelassenes Betriebsgebäude im 23. Bezirk führten gestohlene Teile der Gasversorgung zu einem ungehinderten Gasaustritt. Die Wiener Netze unterbrachen aus Sicherheitsgründen zeitweise den Strom für etwa 1.900 Haushalte; Feuerwehr und Polizei sicherten die Umgebung ab.

Wien: Gasleck nach Thermendiebstahl — Strom für rund 1.900 Haushalte abgeschaltet
©Illustration KI Barbara Perner / steirerblatt.at

In Wien-Favoriten hat der Diebstahl einer Heizanlage in einem bisherigen Betriebsgebäude am Montagabend eine gefährliche Situation ausgelöst. Unbekannte Täter entfernten dort offenbar eine Therme, Kabel und weitere Komponenten der Gasinstallation an einem Objekt der Kaffeerösterei Hawelka. Da die Anlage noch an das Gasnetz angeschlossen war, kam es laut Landespolizeidirektion zu einem ungehinderten Austritt von Erdgas.

Rasche Sicherheitsmaßnahmen

Aus Sicherheitsgründen unterzogen die Wiener Netze das betroffene Versorgungsnetz einer Abschaltung. Betroffen waren nach Angaben der Einsatzstellen rund 1.900 Haushalte; die Unterbrechung erfolgte im Zeitraum von 21.13 bis 22.50 Uhr. In einer Stellungnahme verwies ein Sprecher der Netzbetreiber darauf, dass bei jedem Einschaltvorgang Funken entstehen könnten, was in Anwesenheit von ausgetretenem Gas ein erhebliches Explosionsrisiko bedeute.

„Die Stromabschaltung erfolgte, weil in der Umgebung auch bewohntes Gebiet liegt“, sagte Polizeisprecher Philipp Haßlinger der APA.

Die Berufsfeuerwehr Wien war mit Lüftungsmaßnahmen vor Ort beschäftigt und sicherte den Gefahrenbereich ab. Aufgrund der großen Menge an ausgetretenem Gas wurde zusätzlich die Polizei alarmiert, um die Ermittlungen zum Einbruch und den Gefahrenherd zu unterstützen.

Hintergründe und laufende Ermittlungen

Die Hintergründe des Einbruchs sind derzeit noch ungeklärt. Die Landespolizeidirektion hat Ermittlungen eingeleitet, um Täter, Tatmotiv und die Umstände des Anschlusses der Therme an das Gasnetz zu klären. Bislang liegen keine Informationen über Verletzte vor; die Einsatzkräfte beschränkten sich auf Sicherungs- und Präventionsmaßnahmen.

  • Ort: 23. Bezirk (Favoriten), ehemaliges Betriebsgebäude der Kaffeerösterei Hawelka
  • Betroffene Haushalte: rund 1.900
  • Zeitraum Abschaltung: 21.13–22.50 Uhr

Folgen für Anwohner und Infrastruktur

Die vorübergehende Stromunterbrechung diente der Gefahrenabwehr und verhinderte mögliche Zündquellen inmitten eines gasbefüllten Umfeldes. Für die betroffenen Anwohner bedeutete dies kurzfristig Einschränkungen im Alltag. Langfristigere Konsequenzen könnten aus den Ermittlungen folgen, falls sich Hinweise auf organisierten Diebstahl oder systematische Angriffe auf Versorgungsanlagen ergeben.

AspektAngaben
Betroffene Haushalte1.900
Abschaltungszeitraum21.13–22.50 Uhr
Ort23. Bezirk, Breitenfurter Straße

Die Einsatzkräfte raten in solchen Fällen zu erhöhter Vorsicht: Bereits kleine Beschädigungen an Gasleitungen oder -geräten können schnell zu lebensgefährlichen Situationen führen. Die Polizei führt die Ermittlungen fort, um Täterprofile zu klären und mögliche Gefährdungen für andere Versorgungsanlagen zu prüfen.

Barbara Perner
Barbara KI Redakteurin im Ressort Chronik online

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