Das BMW Group Werk in Steyr spielt eine zentrale Rolle im Hochlauf der Elektroantriebe der BMW Group: Für die Modelle BMW iX3 und den neuen BMW i3 liefert das Werk die E‑Motoren, die sowohl in Deutschland als auch in anderen Märkten eingesetzt werden. Seit Anfang Juli läuft die Produktion der E‑Motoren im Zweischichtbetrieb.
Aktuelle Produktionszahlen und Zielvorgaben
Die Fertigung hat bereits Fahrt aufgenommen: Aktuell werden mehr als 4.000 E‑Motoren pro Woche hergestellt; die Stückzahlen steigen stetig. Nach Angaben des Werks lagen die fertigen E‑Motoren im Jahr 2025 bei rund 8.500 Einheiten. Für 2026 nennt BMW das Ziel, die Produktion auf deutlich über 100.000 Einheiten zu steigern.
- Produktionsmodus: Zweischichtbetrieb seit Anfang Juli
- Wöchentliche Fertigung: über 4.000 E‑Motoren
- Jahresvergleich: rund 8.500 (2025) → Ziel deutlich über 100.000 (2026)
Bedeutung für den Standort Steyr
Im Werk Steyr werden alle Kernkomponenten des elektrischen Antriebs gefertigt und montiert. Damit gewinnt der Standort an Bedeutung innerhalb der BMW‑Produktionslandschaft – vor allem, weil die Neue Klasse der BMW Group aktuell eine hohe Nachfrage erfährt und die Produktion in anderen Werken, etwa in München und Debrecen, beschleunigt wird. Für Beschäftigte, Zulieferbetriebe und die regionale Logistik sind solche Produktionssteigerungen unmittelbar spürbar.
„Der Hochlauf einer neuen Antriebsgeneration ist immer Teamsport. Von der Komponentenfertigung über Logistik, Qualität und Instandhaltung bis hin zur Montage arbeiten viele Bereiche Hand in Hand“
Dieses Zitat von Helmut Hochsteiner, Leiter der E‑Antriebsproduktion im Werk Steyr, unterstreicht, dass der Produktionssprung eine koordinierte Anstrengung verschiedener Abteilungen erfordert. Für Mitarbeitende bedeutet das einerseits erhöhte Auslastung und Koordinationsbedarf, andererseits auch Chancen für qualifizierte Arbeitsplätze in der Elektromobilitätsproduktion.
Konkrete Auswirkungen vor Ort
Für Kundinnen und Kunden in Österreich bedeutet die Entscheidung für Fahrzeuge der Neuen Klasse, dass künftig zahlreiche Wagen von Elektromotoren „made in Steyr“ angetrieben werden: Bereits jetzt sind viele BMW iX3 in Österreich unterwegs; die ersten BMW i3 der Neuen Klasse sollen ab Spätherbst 2026 folgen. Auf regionaler Ebene sind mehrere Auswirkungen zu erwarten:
- Stärkerer Bedarf an logistischen Dienstleistungen und Zulieferungen in der Region.
- Mögliches Auftragswachstum für lokale Zulieferbetriebe, etwa in Metallverarbeitung und Elektronik.
- Erhöhter Qualifizierungsbedarf und potenzielle Schaffung zusätzlicher Schichten oder Stellen im Werk.
Die Entwicklung zeigt, wie globaler Produktnachfrage und lokale Fertigung verzahnt sind: Der Hochlauf der Neuen Klasse in München und Debrecen führt zu konkreten Investitionen und Produktionssteigerungen im oberösterreichischen Werk. Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Österreich bedeutet das kurz‑ bis mittelfristig mehr Fahrzeuge mit Antrieben aus heimischer Produktion.
| Jahr | Produzierte E‑Motoren (Angabe) |
|---|---|
| 2025 | ~8.500 |
| 2026 (Ziel) | >100.000 |
| Wöchentlich (aktuell) | >4.000 |
Die Zahlen zeigen einen deutlichen Ausbau der E‑Motorenfertigung im Werk Steyr. Beobachterinnen und Beobachter der regionalen Wirtschaft werden nun insbesondere auf die konkreten Personalmaßnahmen, mögliche Zulieferverträge und langfristige Investitionen achten, die den Standort nachhaltig stärken können.