Die Stadt St. Pölten hat einen Abschnitt am Mühlbach zwischen Sonnenpark und dem VAZ wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt. Nach einer Begehung am 6. August wurden massive Schäden an den Dämmen festgestellt: Die von Bibern verursachten Untergrabungen machen den Bereich für Fußgängerinnen und Fußgänger unsicher. Das Betretungsverbot gilt ab sofort für die Strecke von der Brücke Landsbergerstraße bis zur Brücke bei der Stadtsportanlage. Entsprechende Warnschilder wurden aufgestellt.
Warum die Sperre nötig ist
Bei der Inspektion zeigte sich, dass die Dammkonstruktionen an mehreren Stellen durch Höhlenbildung und Ausräumung des Untergrunds geschwächt sind. Die Stadt nennt als Ursache die verstärkte Aktivität der Biberpopulation, durch die Reparaturen entlang des Mühlbachs in den vergangenen Jahren immer häufiger erforderlich geworden sind. Solange die Stabilität der Dämme nicht wiederhergestellt und eine nachhaltige Lösung umgesetzt ist, bestehe eine konkrete Einbruch- und Absturzgefahr.
Konsequenzen für Spaziergängerinnen und Sporttreibende
Die Sperre betrifft einen vielgenutzten Abschnitt des Naherholungsgebiets. Für Anrainerinnen, Familien und Sporttreibende bedeutet das:
- kein Zutritt entlang des Damms zwischen den genannten Brücken;
- Umwege beim Zugang zum Sonnenpark und zur Stadtsportanlage möglich;
- Hinweisschilder markieren die Sperrzone, Zuwiderhandlungen sind aus Sicherheitsgründen nicht empfehlenswert.
Stadt will Konzept für nachhaltigen Schutz erarbeiten
Die Stadtverwaltung kündigt an, ein Konzept zu erarbeiten, das präventive und dauerhafte Maßnahmen zur Sicherung der Dämme enthält. Bis zur Umsetzung und einer abschließenden Bewertung kann das Betretungsverbot nicht aufgehoben werden. Laufende Reparaturen in der Vergangenheit hätten nur kurzfristig Abhilfe geschaffen; wegen der "rasanten Vermehrung" der Biberpopulation seien jedoch umfassendere Schritte erforderlich.
| Abschnitt | Festgestellter Zustand | Aktuelle Maßnahme |
|---|---|---|
| Brücke Landsbergerstraße – Brücke bei Stadtsportanlage | Dämme durch Untergrabungen stark geschädigt | Betretungsverbot, Warntafeln, Konzept in Ausarbeitung |
Was Betroffene jetzt wissen sollten
Für Menschen, die regelmäßig den Mühlbach als Erholungsraum nutzen, ist die Sperre eine relevante Änderung des Alltags. Die Stadt empfiehlt, die ausgeschilderten Wege zu benutzen und Rückfragen bei der örtlichen Verwaltung zu richten, falls Zugänge zur Stadtsportanlage oder zum Sonnenpark betroffen sind. Wann und in welchem Umfang der Bereich wieder freigegeben wird, hängt von den Ergebnissen der geplanten Bewertungen und den umgesetzten Sicherungsmaßnahmen ab.
Die Entwicklung zeigt die Herausforderung, Naturschutz (Biber als geschützte Tierart) und öffentliche Sicherheit in Einklang zu bringen. Die angekündigte Konzeptarbeit wird daher nicht nur bauliche, sondern auch ökologische Aspekte berücksichtigen müssen, um langfristig nutzbare und sichere Uferzonen zu gewährleisten.