Gemeinsamer Einsatz für einen geschützten Quelllebensraum
Zwischen Pottenbrunn und Ratzersdorf rückte das Naturdenkmal Siebenbründl erneut in den Fokus einer planmäßigen Pflegemaßnahme. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Referats für Umweltschutz und der Stadtgärtnerei ergriffen gemeinsam mit zahlreichen Freiwilligen Pflegearbeiten, um die besonderen ökologischen Bedingungen des Quellbereichs zu bewahren.
Das Siebenbründl zählt zu den wichtigen Feuchtlebensräumen im Stadtgebiet. Durch gezielte Maßnahmen wird versucht, die Voraussetzungen für seltene Pflanzenarten zu bewahren. Im Quellbereich finden sich unter anderem empfindliche Gewächse wie Orchideen und Prachtnelken, deren Fortbestand von regelmäßiger Pflege abhängt.
Kooperation von Vereinen, Behörden und Ehrenamt
Die Aktion ist seit Jahren ein Gemeinschaftsprojekt. Unterstützt wurde der Pflegeeinsatz unter anderem von der Fachgruppe Lanius, der NÖ Berg- und Naturwacht, dem Referat für Umweltschutz sowie der Ortsgruppe St. Pölten des Naturschutzbunds NÖ. Diese Zusammenarbeit verbindet kommunale Verantwortung mit fachlichem Know-how und bürgerschaftlichem Engagement.
- Erhalt des ökologisch sensiblen Quellgebiets
- Sicherung von Lebensräumen für seltene Pflanzenarten
- Vernetzung von Stadtverwaltung, Fachorganisationen und Ehrenamtlichen
Solche regelmäßigen Pflegemaßnahmen sind entscheidend, damit die spezifischen Standortbedingungen – etwa Feuchtegrad, Lichtverhältnisse und Offenhaltung – beibehalten werden können. Ohne diese Eingriffe droht eine Verbuschung oder Verlandung, was zum Verlust wertvoller Arten führen würde.
Was das für Anrainerinnen und Besucher bedeutet
Für Menschen in St. Pölten heißt dies konkret: Der Schutz des Siebenbründls bewahrt einen naturnahen Erholungsraum in Stadtnähe und trägt zur lokalen Artenvielfalt bei. Wer das Schutzgebiet besucht, sollte die ausgewiesenen Wege respektieren und keine Pflanzen entnehmen oder Flächen betreten, die als Schutzbereich erkennbar sind.
| Ort | Beteiligte Gruppen | Ziel |
|---|---|---|
| Siebenbründl (zwischen Pottenbrunn und Ratzersdorf) | Referat für Umweltschutz, Stadtgärtnerei, Fachgruppe Lanius, NÖ Berg- und Naturwacht, Naturschutzbund NÖ (OG St. Pölten), Freiwillige | Erhalt des Quellbiotops und Sicherung seltener Pflanzenarten |
Die Stadt bezeichnet diese Maßnahmen als Teil ihres übergeordneten Ansatzes für ein klima- und naturnahes Stadtbild. Im Kontext des Masterplans stp*25|50 werden Themen wie Dekarbonisierung, Bodengesundheit und regionale Versorgung als zusammenhängende Ziele genannt, in die die Pflege naturnaher Flächen eingebettet ist.
Langfristig bleibt die Pflege solcher Lebensräume eine kontinuierliche Aufgabe: Sie erfordert fachliche Planung, personelle Ressourcen und die Bereitschaft ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Für die Bevölkerung bedeutet das: Wer Interesse an aktiver Mithilfe hat, findet in den beteiligten Organisationen Ansprechpartnerinnen und -partner, um sich zu engagieren und den Schutz lokaler Naturdenkmäler zu unterstützen.