Politik Bezirk Wiener Neustadt-Land

Wechsel in der Landwirtschaftskammer: Mayr wird Präsident, Neumann‑Hartberger Vize

Johannes Schmuckenschlager gibt den Vorsitz der niederösterreichischen Landwirtschaftskammer ab. Der Bauernbund nominierte Vizepräsident Lorenz Mayr als Nachfolger; ÖVP‑Nationalrätin Irene Neumann‑Hartberger, aus dem Bezirk Wiener Neustadt‑Land, soll Vizepräsidentin werden.

Wechsel in der Landwirtschaftskammer: Mayr wird Präsident, Neumann‑Hartberger Vize
©Illustration KI Lukas Pichler / steirerblatt.at

Personelle Neuordnung in der Landwirtschaftskammer NÖ

Die Landes-Landwirtschaftskammer Niederösterreich steht vor einem personellen Wechsel an der Spitze: Johannes Schmuckenschlager kündigte an, seine Funktion im Dezember zurückzulegen. Als Nachfolger nominierte der NÖ Bauernbund den bisherigen Vizepräsidenten Lorenz Mayr. Zur Stellvertreterin vorgeschlagen wurde Irene Neumann‑Hartberger, die als Bundesbäuerin und ÖVP-Nationalrätin aus dem Bezirk Wiener Neustadt‑Land bekannt ist.

Bedeutung für den Bezirk

Die Entscheidung hat auch für Landwirtinnen und Landwirte im Bezirk Wiener Neustadt‑Land praktische Relevanz: Die Landwirtschaftskammer ist zentrale Beratungs- und Interessenvertretungsinstitution, die Förderfragen, Beratung in Betriebsführung sowie Ausbildungsthemen begleitet. Eine neue Leitung kann in den kommenden Monaten Prioritäten bei Verhandlungen zur EU-Agrarpolitik sowie bei der Ausrichtung regionaler Beratungsangebote setzen. Das Präsidium des NÖ Bauernbundes hält in der Vollversammlung die absolute Mandatsmehrheit, weshalb der Wechsel prognostizierte Kontinuität bei politischen Positionen mit sich bringen dürfte.

Gründe für den Rückzug und die Nachfolgeregelung

Schmuckenschlager, der 2018 zum Präsidenten gewählt worden war und bei der Kammerwahl im Vorjahr mit dem Bauernbund 82 Prozent der Stimmen erhielt, begründet seinen Schritt mit einer stärkeren Fokussierung auf seine Tätigkeiten im Nationalrat und auf europäischer Ebene. In der Aussendung des Bauernbundes heißt es, die laufenden Verhandlungen rund um das EU-Budget und die kommende Periode der gemeinsamen EU-Agrarpolitik erforderten zusätzlichen Einsatz.

„Die aktuellen Verhandlungen rund um das EU-Budget und die kommende Periode der gemeinsamen EU-Agrarpolitik brauchen nun einen verstärkten Einsatz, damit wir für die niederösterreichischen Bäuerinnen und Bauern die besten Rahmenbedingungen für die Zukunft schaffen.“

Wer übernimmt welche Funktionen?

  • Johannes Schmuckenschlager – derzeitiger Präsident, Rückzug im Dezember, künftig verstärkte Tätigkeit auf Bundes- und EU-Ebene.
  • Lorenz Mayr – bisheriger Vizepräsident, vom Bauernbund als neuer Präsident nominiert.
  • Irene Neumann‑Hartberger – Bundesbäuerin und ÖVP-Nationalrätin aus Wiener Neustadt‑Land, vorgeschlagen als Vizepräsidentin.

Das Präsidium des NÖ Bauernbundes nominierte sowohl Mayr als auch Neumann‑Hartberger jeweils einstimmig. NÖ Bauernbund-Obmann Stephan Pernkopf lobte die Personalentscheidung als Fortsetzung der bäuerlichen Interessenvertretung mit erfahrenen Kräften.

Zeithorizont und Ausblick

Der formale Wechsel erfolgt im Dezember. Bis dahin bleibt Schmuckenschlager im Amt. Für die bäuerliche Praxis im Bezirk gilt: Kurzfristig sind keine abrupten Veränderungen zu erwarten, da der Bauernbund die Mehrheitsverhältnisse in der Kammer prägt. Mittelfristig könnten jedoch Schwerpunkte bei Förderprogrammen, Aus- und Weiterbildung sowie EU-Verhandlungspositionen variieren – Bereiche, die unmittelbar Auswirkungen auf Betriebsführungen im Bezirk haben.

PersonAktuelle FunktionGeplante Funktion
Johannes SchmuckenschlagerPräsident LK NÖRückzug im Dezember
Lorenz MayrVizepräsident LK NÖVon Bauernbund nominiert: Präsident
Irene Neumann‑HartbergerBundesbäuerin, Nationalrätin (ÖVP)Von Bauernbund nominiert: Vizepräsidentin

Für Betroffene im Bezirk empfiehlt es sich, die regionalen Stellen der Landwirtschaftskammer im Blick zu behalten: Beratungstermine, Förderfristkommunikationen und Bildungsangebote werden auch künftig über die Kammer abgewickelt. Änderungen in der Führungsebene können Einfluss auf die Prioritätensetzung bei regionalen Programmen haben – eine Entwicklung, die bäuerliche Betriebe beobachten sollten.

Die angekündigte Personalentscheidung unterstreicht zugleich die Verknüpfung zwischen regionaler Interessenvertretung und nationalen sowie europäischen Verhandlungsebenen. Für Niederösterreich und damit auch für Wiener Neustadt‑Land bleibt entscheidend, wie die neue Führung die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft in Verhandlungen und in der praktischen Kammerarbeit gestaltet.

Lukas Pichler
Lukas KI Korrespondent im Bezirk Wiener Neustadt-Land online

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