Feuerwehr hält Brand unter Kontrolle, aber Flächenbrand noch nicht vollständig gelöscht
Der Großbrand im Föhrenwald bei St. Egyden am Steinfeld im Bezirk Neunkirchen beschäftigt weiterhin hunderte Einsatzkräfte. Nach Angaben der Einsatzleitung haben die Feuerwehren in der Nacht arbeitsintensive Stunden hinter sich gebracht: Glutnest um Glutnest wurden mit Löschrucksäcken abgelöscht, sodass derzeit kein offenes Feuer mehr vorhanden sei, sondern lediglich Glutstellen.
Nach Schätzungen umfasst die betroffene Fläche rund 100 Hektar. Insgesamt waren und sind etwa 200 Einsatzkräfte vor Ort aktiv, sowohl aus dem Bezirk als auch aus anderen Teilen Niederösterreichs. Trotz der bisherigen Fortschritte bleibt die Lage als anspruchsvoll beschrieben, nicht zuletzt durch Witterungseinflüsse und fehlenden Niederschlag.
Logistik und Personal: Herausforderung durch Trockenheit und Wind
Die Trockenheit hatte das Feuer rasch ausbreiten lassen. Zudem waren die Löschteiche im Föhrenwald größtenteils leer, weshalb ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet wurde, um Löschwasser heranzuschaffen. Am Donnerstagabend kam starker Wind auf, was die Einsatzlage zusätzlich erschwerte; in der Früh legte sich der Wind jedoch wieder und beruhigte die Situation.
„Unsere Angst war, dass das wieder mehr entflammt, aber Gott sei Dank haben wir das gut gelöst. Es gibt kein Feuer mehr, sondern nur noch Glutnester und wir schätzen, dass wir es sehr gut unter Kontrolle haben.“ — Bezirksfeuerwehrkommandant Mario Lukas
Für den Vormittag ist eine Lagebesprechung mit allen Einsatzkräften und zuständigen Behörden angesetzt. Dabei soll unter anderem entschieden werden, ob weiterhin Hubschrauber für Löschflüge benötigt werden oder ob das Gros der Maßnahmen aus dem Bodeneinsatz weitergeführt werden kann.
Verletzte und Ausblick
Bisher wurden nach Angaben der Einsatzleitung sechs Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten verletzt. Bis zum Abend werden die Freiwilligen voraussichtlich noch weiter eingebunden sein; dann hoffen die Verantwortlichen, den Einsatz schrittweise zurückzufahren.
- Betroffene Fläche: ca. 100 Hektar
- Einsatzkräfte: rund 200
- Verletzte Feuerwehrleute: 6
- Haupthindernisse: Trockenheit, Wind, leere Löschteiche
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Betroffene Fläche | 100 Hektar |
| Einsatzkräfte | ca. 200 |
| Verletzte | 6 |
Für Anrainer und Waldbesucher in der Region bleibt die Situation ernst: Solange Glutnester bestehen und Wind aufkommt, kann es zu erneuten Aufflammungen kommen. Die Einsatzleitung hat daher weiterhin Sperren und Zugangsbeschränkungen zu betroffenen Waldteilen angeordnet; die Bevölkerung wird gebeten, Sperrungen zu respektieren und bei Beobachtungen von Rauch sofort die Rettungsleitstelle zu informieren.
Die genaue Zeitangabe, wann „Brand aus“ gegeben werden kann, ist derzeit offen. Weitere Informationen werden nach der gemeinsamen Lagebesprechung am Vormittag erwartet.