Neues Zentrum für Altstoffe: Planung vergeben
Der Tullner Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Planung für ein neues Wertstoffsammelzentrum beauftragt. Den Zuschlag erhielt die Hydro Ingenieure Umwelttechnik GmbH aus Krems zum Preis von 100.948,50 Euro (exkl. USt.). Das neue Zentrum wird direkt an den bestehenden Bauhof angrenzen und soll den aktuellen, seit 1996 genutzten Standort in der Madersperger Straße ersetzen.
Mehr Service, längere Öffnungszeiten
Die Stadt stellt als Ziel klar: Ein moderner, übersichtlicher und leicht handhabbarer Anlaufpunkt für die Entsorgung und Trennung von Wertstoffen. Wesentliches Element der Planung ist ein automatisiertes Zutritts- und Kontrollsystem auf Basis einer Kund:innen-Karte, das gleichzeitig erweiterte Öffnungszeiten ermöglicht. Vorgesehen sind tägliche Öffnungszeiten von 6 bis 22 Uhr, wodurch Bürgerinnen und Bürger flexibler entsorgen können.
„Seit der Eröffnung im Jahr 1996 war die Altstoff-Sammlung in den Bauhof in der Madersperger Straße integriert. Es hat gute Dienste geleistet, aber nun ist es Zeit, dass wir uns von diesem gewohnten, aber nicht mehr zeitgemäßen System verabschieden“, sagt Bürgermeister Peter Eisenschenk.
Automatisierung und Bürgerverantwortung
Das Konzept orientiert sich an bereits realisierten Beispielen des Gemeindeverbands für Abfallbeseitigung (GVA) Tulln, etwa in Absdorf, Königstetten oder Sieghartskirchen. Diese Standorte kombinieren weitgehend automatisierte Zutrittssysteme und höhere Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger für korrekte Trennung mit praktischen Erleichterungen wie Rampen zu Containern und klarer Anlagenstruktur.
- Erweiterte Öffnungszeiten sollen die Anlieferung entzerren.
- Automatisierte Zutrittskontrolle erhöht Transparenz und Sicherheit.
- Klare Gliederung erleichtert die richtige Trennung von Wertstoffen.
Konkrete Daten auf einen Blick
| Position | Angabe |
|---|---|
| Planungsauftrag | Hydro Ingenieure Umwelttechnik GmbH (Krems) |
| Kosten Planung | 100.948,50 Euro (exkl. USt.) |
| Geplanter Betrieb | ab Jänner 2028 (angestrebt) |
| Öffnungszeiten | täglich 6–22 Uhr |
Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das Projekt verbesserte Erreichbarkeit und kürzere Wartezeiten beim Entsorgen. Die geplante Kartennutzung setzt voraus, dass die Verwaltung die Modalitäten (Ausgabe, Registrierung, Gebühren, Zutrittsregeln) noch detailliert regelt. Auch die Frage nach Anlieferungsmodalitäten für Gewerbe versus Private sowie mögliche Anpassungen bei der Entsorgungsgebühr bleibt offen und wird Gegenstand weiterer Beratungen und Informationen seitens der Stadtverwaltung sein.
Das Vorhaben markiert einen deutlichen Schritt weg von einer in die Jahre gekommenen Lösung hin zu einem zeitgemäßen System, das nicht nur Komfort bringt, sondern auch auf bessere Trennquoten und effizientere Abläufe abzielt. Weitere Schritte betreffen nun Detailplanung, Genehmigungen und die konkrete Umsetzung bis zum angestrebten Betriebsbeginn im Jänner 2028.